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Meldung

Aufruf zur Gemeinsamkeit

Die Zeiten für internationale Zusammenarbeit waren schon einmal besser. Diese Bewertung begleitete die Eröffnung des von der Körber-Stiftung mitbegründeten Paris Peace Forums. Umso wichtiger, so die künftige Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, dass die Europäer an einer »Kultur der strategischen Gemeinsamkeit« arbeiten.

Präsident Emmanuel Macron beschrieb die Europäische Union als ein »Labor des Multilateralismus«. Angesichts von Herausforderungen wie dem Klimawandel, dem Verlust an biologischer Vielfalt oder auch der Folgen der Digitalisierung müsse Europa vorangehen und die »außergewöhnliche Krise des internationalen Systems« überwinden helfen. Wang Qishan, der Vizepräsident Chinas, betonte das Interesse der Volksrepublik an internationaler Stabilität. China werde seinen Teil dazu leisten, die gefährdete globale Ordnung zu verteidigen. »Der Klimawandel ist ein Problem, vor dem auch China steht. Das können wir nicht allein lösen. Die Menschheit ist eine Schicksalsgemeinschaft«. Der Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Félix-Antoine Tshisekedi, hob die Gefahren durch Aufstände und Terror hervor, die nicht nur sein Land in Afrika bedrohten. Die Waffen müssten zum Schweigen gebracht werden, am wirksamsten auf zivile Weise: »Frieden entsteht durch Perspektiven für junge Menschen.«

António Gueterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, hatte zum Forumsauftakt am Vorabend auch auf positive Beispiele für funktionierende staatenübergreifende Zusammenarbeit verwiesen, gleich ob im Rahmen der UN oder außerhalb von ihnen wie in der Afrikanischen Union oder der Europäischen Union. Umso erfreuter nahm er anschließend aus der Hand von Thomas Paulsen, Vorstand der Körber-Stiftung, die Publikation »Multilateralism is dead. Long live Multilateralism!« entgegen.

Paris Peace Forum

 


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