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Deutsche hinterfragen westliche Staaten- und Wertegemeinschaft

Die Zugehörigkeit Deutschlands zur westlichen Staaten- und Wertgemeinschaft befürwortet nur eine knappe Mehrheit von 55 Prozent der Bundesbürger. 31 Prozent der Deutschen bevorzugen eine außenpolitisch neutrale Haltung ihres Landes. So eine aktuelle Umfrage der Körber-Stiftung zur deutschen Außenpolitik.

Die Zugehörigkeit Deutschlands zur westlichen Staaten- und Wertgemeinschaft befürwortet nur eine knappe Mehrheit von 55 Prozent der Bundesbürger. 31 Prozent der Deutschen bevorzugen eine außenpolitisch neutrale Haltung ihres Landes, sieben Prozent wünschen sich sogar eine Annäherung an andere Länder oder Wertegemeinschaften. Das zeigt die repräsentative Umfrage »Einmischen oder zurückhalten?« der Körber-Stiftung. Für eine von den USA unabhängigere Außen- und Sicherheitspolitik wäre eine Mehrheit von 52 Prozent der Befragten sogar bereit, mehr als doppelt so hohe Ausgaben für Sicherheit und Verteidigung in Kauf zu nehmen.

»Dass ein Drittel der Befragten Deutschlands Westbindung in Frage stellt, ist Anlass zur Sorge«, kommentiert Nora Müller, Leiterin des Bereichs Internationale Politik der Körber-Stiftung, die Umfrageergebnisse.

Seit 2014 fragt die Körber-Stiftung die Deutschen regelmäßig nach ihren Einstellungen zu deutscher Außenpolitik. Die Befragung 2019 wurde vom Meinungsforschungsinstitut Kantar Public durchgeführt. Die Umfrageergebnisse wurden zusammen mit »The Berlin Pulse«, der außenpolitischen Publikation der Körber-Stiftung, am 26. November beim Berliner Forum Außenpolitik vorgestellt.

zur Umfrage »Einmischen oder zurückhalten« (PDF)
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The Berlin Pulse


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