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Lebendige Bürgergesellschaft

Meldung

Die »Engagierte Stadt Schwerte« beim Engagementpreis NRW

Auch wenn es letztlich kein Preis wurde: Die »Engagierte Stadt" Schwerte war zur Verleihung des Engagementpreises NRW eingeladen, mit dem die Staatskanzlei NRW und die NRW-Stiftung herausragende Vorhaben des Bürgerschaftlichen Engagements würdigt. Als eines von zwölf Projekten stand Schwerte mit auf der Shortlist – ausgewählt aus 234 Bewerbungen.

Ausgezeichnet wurden schließlich  das Projekt »Viertelidentität durch Schaffung von Begegnungsorten« des Vereins Initiative Gründerzeitviertel e.V. aus Mönchengladbach, das Projekt »Frohngauer Dorftreff – Alte Schule« des gleichnamigen Vereins  sowie  das Projekt »Der Bürgerverein als Motor für den Stadtteil: Ickern packt’s an« von Mein Ickern e.V. aus Castrop-Rauxel.

Trotz der Tatsache, keinen Preis gewonnen zu haben, trafen wir eine gutgelaunte, wenn auch etwas übernächtigte  Anke Skupin am Tag danach beim Deutschen EngagementTag in Berlin. In Schwerte ist sie auf Seiten der Stadt zuständig für das Thema Bürgerschaftliches Engagement.

Körber-Stiftung: Frau Skupin, Sie waren gestern zusammen mit elf weiteren Projekten für den Engagementpreis NRW nominiert. Enttäuscht, dass Sie nicht gewonnen haben?

AK (lacht): Nein, überhaupt nicht. Zum einen wurden wirklich tolle Projekte ausgezeichnet, zum anderen wurden wir aus insgesamt 234 Bewerbungen in den engeren Kreis der Nominierten aufgenommen – ich finde, dass ist schon eine tolle Leistung, auf die wir auch sehr stolz sind.

Was denken Sie waren die Gründe für die Jury, die Engagierte Stadt Schwerte auf die »shortlist« aufzunehmen?

Am Ende des Tages müssten Sie das die Jury fragen, aber ich denke, dass unser konsequenter Weg hin zu einer Bürgerkommune schon überzeugen kann. Wir haben als »Entwicklungsgruppe Bürgerkommune« ein Eckpunktepapier entwickelt, welches nun Grundlage ist für das Engagement und die Beteiligung von Schwerterinnen und Schwertern – also alles andere als ein Papiertiger. Wir haben eine Homepage entwickelt, und sind über ein Jahr lang jeden Samstag mit unserem »Forum SCHWERengagierTE« auf dem Marktplatz vertreten gewesen und haben Initiativen und Gruppen eine Plattform geboten, um ihre gute Sache vorzustellen. Seit 2018 bieten wir, ebenfalls zentral am Marktplatz, vierteljährlich das Café SCHWERengagierTE als offenen Treffpunkt für Engagierte und Interessierte an, der gut besucht wird. Hier wird sich bei Kaffee und Kuchen ausgetauscht, neue Ideen entwickelt oder Kooperationen beschlossen und Verabredungen getroffen.  Ich glaube auch, dass es gerade die gelebte Vision einer bürgerorientierten Politik ist, die viele Menschen, und vielleicht auch die Jury des Engagementpreises NRW, überzeugt.

Die Schaffung und Sicherung nachhaltiger Strukturen für Engagement wie bei der Engagierten Stadt ist nicht immer sonderlich öffentlichkeitswirksam. War dies ein Nachteil bei einer Preisverleihung, die naturgemäß mehr Wert auf »Show« legt?

Nein, das glaube ich ganz und gar nicht – und die Tatsache, dass wir es als eines von zwölf Projekten in die engere Auswahl geschafft haben, zeigt ja auch, dass sich die Jury nicht hat blenden lassen. Klar, es gibt Projekte, die mehr »Sexappeal«, mehr Leuchtturmcharakter haben. Aber man kann Leuchttürme noch und nöcher machen, wenn sie nicht in eine starke Struktur eingebettet sind, sind sie irgendwann weg und leuchten auch nicht mehr. Und auch wir haben natürlich unter unserem Dach Projekte mit größerer Öffentlichkeitswirkung, wie bspw. unsere Stadtteilkonferenzen oder neulich unseren Schülerhaushalt. Man sollte das eine nicht gegen das andere ausspielen, sondern beides zusammendenken.

Wie geht es jetzt weiter für Sie?

Na, wir machen weiter wie bisher. So eine Nominierung ist immer auch ein großer Motivationsschub. Und wir sind gestern mit zehn Personen angereist und hatten einen tollen Abend. Das schweißt nochmal mehr zusammen.


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