Ruprecht Polenz

Besser für beide

Die Türkei gehört in die EU

Besser für beide

Gehört die Türkei in die EU? Diese Frage spaltet die Europäer, rührt sie doch an das Selbstverständnis der Union. Berlin zählt zu den großen Skeptikern. Doch dagegen wendet sich der CDUAußenpolitiker Ruprecht Polenz. Er erklärt mit Nachdruck: Die Türkei hat eine faire Chance auf Vollmitgliedschaft verdient. Für beide Seiten böte das nur Vorteile – vorausgesetzt, Ankara erfüllt die harten Kriterien für einen Beitritt.

Die Mitgliedschaft wäre ein deutliches Signal an die in der EU lebenden Türken, aber auch an andere muslimische Länder: Das europäische Verständnis von Rechtsstaat, Menschenrechten und Demokratie ist mit dem Islam vereinbar – Europa setzt auf Partnerschaft statt auf einen »Kampf der Kulturen«. Und geostrategisch ist die Mitgliedschaft der Türkei ohnehin ein Gewinn für die EU.

Ruprecht Polenz kritisiert die Idee, der Türkei eine Privilegierte Partnerschaft anstelle der Mitgliedschaft anzubieten – und widerlegt überzeugend die Argumente der Beitrittsgegner.

»Der Beitrittsprozess der Türkei eröffnet der EU die Möglichkeit, ein aufgeklärtes Verständnis ihrer eigenen Identität zu entwickeln und jahrhundertealte stereotype Selbst- und Fremdbilder zu überwinden.«

Informationen

ISBN: 978-3-89684-141-4
Seiten: 110
Bindung: Klappenborschur mit Acetatschutzumschlag
Format: 12x19 cm
Erscheinungsdatum: 12.05.2015
Lieferstatus: sofort lieferbar

Buch

Preis: € 10,00
in den Warenkorb

Über Ruprecht Polenz

Foto: privat

Ruprecht Polenz war von 1994 bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages, und von 2005 bis 2013 Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses. Im Jahr 2000 war er Generalsekretär der CDU Deutschlands.

Im Bereich Außen- und Sicherheitspolitik beschäftigt Ruprecht Polenz sich intensiv mit dem Nahen und Mittleren Osten, insbesondere mit dem Iran, dem Nahostkonflikt und der Türkei. In der Reihe »Standpunkte« der edition Körber-Stiftung veröffentlichte er im Jahr 2010 die Ausgabe »Besser für beide: die Türkei gehört in die EU«.

Ruprecht Polenz war und ist in zahlreichen Ehrenämtern aktiv, unter anderem seit 2013 als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, von 1997 bis 2006 als Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft, sowie von 2006 bis 2012 Vorsitzender der Christlich-Muslimischen Friedensinitiative.
Nach dem Wehrdienst (Leutnant d.R.) begann er ab 1968 in Münster ein Jurastudium, das er 1976 mit dem zweiten Staatsexamen abschloss.

Stand: 30.05.2017