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Publikationen
Dana Giesecke, Harald Welzer

Das Menschenmögliche

Zur Renovierung der deutschen Erinnerungskultur

Das Menschenmögliche

Jenseits der Rituale

Die deutsche Erinnerungskultur befindet sich in einer Epochenwende: Nationalsozialismus und Holocaust liegen siebzig Jahre zurück, es gibt kaum mehr Zeitzeugen, und die junge Generation sieht sich mit neuen Herausforderungen wie Globalisierung und Klimawandel konfrontiert. Ein historischer Diskurs, der nur auf die Beschwörung des »Nie wieder« und die Dämonisierung des Bösen setzt, verfehlt sein Ziel: Orientierung für unsere Gegenwart zu bieten, um eine Basis für zukünftiges Handeln zu schaffen.

Das bedeutet: Trotz der großen Erfolge der historischen Bildung braucht die Erinnerungskultur eine Modernisierung, um nicht in Musealität und leeren Ritualen zu erstarren. Erst eine gründliche Renovierung in thematischer wie vermittelnder Hinsicht macht sie zeitgemäß – als produktive Instanz politischer und historischer Bildung für die Demokratien des 21. Jahrhunderts.

Giesecke und Welzer entwickeln hier erstmals einen Ausstellungsort neuen Typs: das Haus der menschlichen Möglichkeiten. Es lädt zur aktiven Aneignung sowohl der negativen als auch der positiven Potenziale des Menschen ein und eröffnet mögliche Antworten auf eine Kernfrage unserer Gegenwart: Wie lässt sich das heute erreichte zivilisatorische Niveau gegen künftige Gefährdungen sichern?

Die persönliche Buchbesprechung von Gert Scobel (3sat) sehen Sie hier.

Informationen

ISBN: 978-3-89684-089-9
Seiten: 190
Ausstattung: mit 14 s/w-Abbildungen
Bindung: Klappenbroschur
Format: 13 x 20 cm
Erscheinungsdatum: 07.03.2012
Lieferstatus: sofort lieferbar

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Pressestimmen

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Über Dana Giesecke

Dana Giesecke (Foto: Jens Gyarmaty)

Dana Giesecke, geb. 1974, ist Leiterin der 2012 gegründeten Stiftung »FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit«. Dana Giesecke ist Diplom-Soziologin (TU Dresden) und studierte als Fellow der des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft Master of Science Communication and Marketing an der TU Berlin. Bis 2011 leitete sie die Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) am Kulturwisssenschaftlichen Institut in Essen.

Stand: 26.11.2013

Über Harald Welzer

Harald Welzer (Foto: Volker Wiciok / Lichtblick)

geb. 1958, Professor für Transformationsdesign und -vermittlung an der Universität Flensburg sowie Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research in Essen. Der Sozialpsychologe forscht zu Themen wie Gedächtnis, Tradierung und Gewalt, prosozialem Handeln und Klima. Zu seinen Veröffentlichungen zählen »Opa war kein Nazi. Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis« und »Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden«. Im Buch »Klimakriege« beschreibt Welzer den Klimawandel als noch immer unterschätzte Bedrohung des menschlichen Zusammenlebens. Er initiierte in Berlin die Stiftung »Futurzwei – Stiftung Zukunftsfähigkeit«, die ab Februar 2012 mit positiven Beispielen für Klimanachhaltigkeit werben möchte.

Stand: 24.04.2012
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