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Der Nahe Osten geht nicht unter

Die arabische Welt vor ihrer historischen Chance

Der Nahe Osten geht nicht unter
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Kriege und Konflikte beherrschen unser Bild des Nahen und Mittleren Ostens. Weite Teile der arabischen Welt scheinen sich zu einer »failed region« zu entwickeln. Und die Lage droht nur immer schlimmer zu werden, auch weil die Region ein Zentrum geopolitischer Machtkämpfe ist. Abgesänge auf den Nahen Osten bestimmen die Debatte.

Daniel Gerlach, Chefredakteur der Zeitschrift »zenith«, dagegen ist überzeugt: Die arabische Welt ist noch lange nicht verloren. Im Gegenteil, sie steht vor einer historischen Chance. Denn die Religionen und Ideologien haben abgewirtschaftet: Sie mögen zwar formal herrschen, können aber in vielen Ländern Stabilität und Ordnung nicht mehr aufrechterhalten. Und unterhalb der Ebene von Staaten, Regierungen und Autokraten findet ein Wandel statt. Dort gibt es überraschend viele gesellschaftliche Gruppen, die über erheblichen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Einfluss verfügen. Gerlach klärt über die Bedeutung und Ideen dieser nichtstaatlichen Akteure auf, die sich dem Verfall entgegenstemmen und versuchen, die Region zukünftig wieder lebenswert zu machen.

Höchste Zeit also, dass wir unsere defätistische Haltung aufgeben und Vertrauen in die Zukunft der arabischen Welt fassen. Weil die Konflikte uns durch Migration und Flucht betreffen, weil die Staaten wirtschaftlich und strategisch wichtig sind. Und nicht zuletzt, weil das weitgehend friedliche und geeinte Europa Vorbild für viele, vor allem junge Menschen in der arabischen Welt ist.

Informationen

Autor: Daniel Gerlach
ISBN: 978-3-89684-268-8
Seiten : 220
Bindung : Klappenbroschur
Format : 13 x 20 cm
Erscheinungsdatum : 11.03.2019
Lieferstatus : vorbestellbar

Buch

Preis : ca. € 17,00
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Autor Daniel Gerlach

Foto: Raha Namwar

Daniel Gerlach ist Journalist und Chefredakteur des Magazins zenith, das sich mit Politik, Wirtschaft und Kultur der arabisch-islamischen Welt beschäftigt. Zu seinen Schwerpunkten zählen Syrien, Irak und die Staaten des Maghreb. Gerlach studierte Geschichte und Orientalistik an den Universitäten Hamburg und Paris IV Sorbonne. Danach war er als Autor und Regisseur von TV-Dokumentationen tätig – vornehmlich zu historischen Themen rund um die arabische Welt. Er verfasste zudem eine Monografie über Deutschland und den Nahostkonflikt (1967 bis 1973) und schrieb als Freier Mitarbeiter für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Als Journalist, Nahost-Experte und Mitgründer des Deutschen Levante Verlags ist Gerlach regelmäßig Gast in deutschen und internationalen Medien.

Mit Christian H. Meier ist er Herausgeber des biografischen Handbuches »Der Nahe Osten in 100 Köpfen« sowie eines zenith-Atlas zu den Ländern des Arabischen Frühlings, der im Programm der Bundeszentrale für politische Bildung erscheint. Gemeinsam mit dem Verfassungsrechtler Naseef Naeem leitet er die Nahost-Expertengruppe zenithCouncil, die sich mit Fragen von Recht und Staatlichkeit in der Region befasst.

Im März 2015 erschien in der Edition Körber sein Buch »Herrschaft über Syrien. Macht und Manipulation unter Assad«; 2019 »Der Nahe Osten geht nicht unter«.

Stand: 16.12.2014
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