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Müde Museen

Oder: Wie Ausstellungen unser Denken verändern könnten

Müde Museen
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Museen sind Massenmedien. Aufwendige Ausstellungsprojekte erreichen immense Besucherzahlen; kühne Museumsbauten bilden neue Landmarken. Keine Zeichen von Müdigkeit, oder? Und doch sind Betrieb und Besucher gleichermaßen erschöpft. Immer mehr, immer teurer, immer multimedialer – und irgendwie immer dasselbe. In die Zufriedenheit mischt sich Unbehagen: Wozu das alles?

Für den Philosophen und Kurator Daniel Tyradellis steht die Frage der Vermittlung am Anfang und Ende einer jeden Ausstellung. Das bedeutet aber nicht immer mehr Didaktik und immer weitere Absenkung der Schwellen. Es bedeutet, erfahrbar zu machen, um was es geht: um einen Reichtum an Artefakten und Erlebnissen, um eine Vielfalt der Argumente und Perspektiven, um Freiräume, in denen das Denken sich verändern kann.

Der Museumsbetrieb mit seinen Abläufen und Zwängen tut sich schwer mit solchen Überlegungen. So verschenkt er Chancen, gesellschaftliche Fragen in einem ästhetischen Kontext zu verhandeln. Tyradellis lässt uns über Ausstellungen anderer Art nachdenken: solche, die den Stand der Wissenschaften und die Eigendynamik der Objekte ebenso reflektieren wie das Vorwissen und die Sehgewohnheiten der Besucher. Aus Museumssälen könnten so »dritte Orte« werden: Erfahrungsräume ganz eigener Art.

Hören und schauen Sie rein in die Buchpremiere
mit Daniel Tyradellis und Christoph Bungartz
im KörberForum – Kehrwieder 12
vom 25. März 2014
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Informationen

Autor: Daniel Tyradellis
ISBN: 978-3-89684-153-7
Seiten : 294
Bindung : Klappenbroschur
Format : 13x20 cm
Erscheinungsdatum : 12.03.2014
Lieferstatus : sofort lieferbar

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Sachgebiet : Kultur

Autor Daniel Tyradellis

Daniel Tyradellis (Foto: Barbara Dietl)

Daniel Tyradellis ist Philosoph und Kurator. Er promovierte mit einer Arbeit zu Phänomenologie und Mathematikgeschichte, erhielt 2004 den Humboldt-Preis und war langjähriges Mitglied des DFG-Graduiertenkollegs »Codierung von Gewalt im medialen Wandel« an der HU Berlin. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit den unterschiedlichen Medien und Denkweisen von Kunst, Wissenschaft und Philosophie. Seine jüngsten Ausstellungsprojekte sind »WUNDER«, Deichtorhallen Hamburg 2011/12, und »Reichtum«, Deutsches Hygiene Museum Dresden, 2013.

Stand: 12.12.2013
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