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Mythos Cyberwar

Über digitale Spionage, Sabotage und andere Gefahren

Mythos Cyberwar
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Wir haben gelernt, uns vorm Cyberwar zu fürchten: Seit Jahrzehnten füttert Hollywood uns mit Bildern dunkler Mächte, die mithilfe geheimer und hochkomplexer Computernetzwerke Staaten erpressen und nukleare Sprengköpfe zünden. Der Mythos vom Cyberkrieg hat sich tief in unsere Vorstellungswelt eingegraben. Politik und Militär machen sich diese Furcht zunutze. Höchste Zeit zu fragen: Gibt es den Cyberkrieg wirklich?
Der Politikwissenschaftler Thomas Rid ist sich sicher: Der Cyberkrieg findet nicht statt. Die bisher dokumentierten Cyberattacken lassen sich nicht als Krieg bezeichnen, denn es fehlt die zielgerichtete Gewalt gegen Menschen, die brutale Zerstörung, die untrennbar mit dem Gedanken des Krieges verbunden ist.
Beruhigt zurücklehnen können wir uns dennoch nicht. Denn Thomas Rid macht auch klar, dass aus dem Cyberspace durchaus reale Gefahren wie Spionage, Sabotage und Subversion drohen. Detailliert und kenntnisreich erzählt er von Spionageangriffen, von Sabotageakten und von Versuchen, mithilfe der Informationstechnologie Regierungen zu destabilisieren und Umstürze einzuleiten.
Kriegerische Handlungen sind dies jedoch für Rid nicht, und dabei geht es um weit mehr als um eine rhetorische Abrüstung: Wir müssen begreifen, wer vom Mythos Cyberwar profitiert. Und wir müssen definieren, welchen Gefahren wir wirklich ausgesetzt sind, um den Sicherheitsanforderungen gut vorbereitet begegnen zu können.

Aus dem Englischen von Michael Adrian und Bettina Engels.

Informationen

Autor: Thomas Rid
ISBN: 978-3-89684-260-2
Seiten: 352
Bindung: Klappenbroschur
Format: 13x20 cm
Erscheinungsdatum: 26.03.2018
Lieferstatus: sofort lieferbar

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Sachgebiet: Politik/Gesellschaft

Autor Thomas Rid

Thomas Rid (Foto: Annette Rid)

Thomas Rid ist Professor für strategische Studien an der Johns Hopkins Universität, School of Advanced International Studies und lebt in Washington, DC.
Rid studierte Politikwissenschaften und Soziologie und promovierte an der Humboldt Universität zu Berlin. Von 2003 bis 2005 war er als Fritz-Thyssen-Fellow bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) tätig. Von 2006 bis 2009 arbeitete er an der School for Advanced International Studies der Johns Hopkins Universität, für die RAND Corporation in Washington, D.C., und am Institut français des relations internationales in Paris (Ifri). 2009 und 2010 forschte Rid an der Hebrew University und am Shalem Center in Jerusalem, von 2011 bis 2017 am Department of War Studies am King’s College London.
Rid veröffentlichte Artikel u.a. in Foreign Affairs, Foreign Policy, The New Republic, Esquire und Die Zeit. Zu seinen Publikationen zählen »Understanding Counterinsurgency« (2010) und »Rise of the Maschines« (2016), das im selben Jahr bei Propyläen unter dem Titel »Maschinendämmerung« erschienen ist. Sein Buch »Cyber War Will Not Take Place« erschien zuerst 2013; 2017 folgte eine überarbeitete Auflage.

Stand: 12.12.2017
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