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Wolfgang Wippermann

Niemand ist ein Zigeuner

Zur Ächtung eines europäischen Vorurteils

Niemand ist ein Zigeuner

Sinti und Roma – das kollektive Feindbild Europas

Tief sitzen die Vorurteile gegen die Menschen, die man früher »Zigeuner« nannte. Nicht nur in Deutschland, in ganz Europa werden Sinti und Roma ausgegrenzt. Der Historiker Wolfgang Wippermann fordert Gerechtigkeit und gesellschaftliche Anerkennung.

Lange waren Sinti und Roma aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit weitgehend verschwunden: Eine Mischung aus Bettelei und Folklore, das war alles, was von dem einstigen Schreck- und Sehnsuchtsbild der »Zigeuner« übrig geblieben war. Erst die Armutszuwanderung aus Südosteuropa hat Sinti und Roma wieder ins Blickfeld gerückt – und das alte Feindbild wiederbelebt.

Wolfgang Wippermann geht den Vorurteilen auf den Grund und differenziert religiöse, soziale, romantisierende und rassistische Motive. Zusammen bilden sie, so erklärt er, eine eigenständige Ideologie: den Antiziganismus. Der entsteht nicht etwa im Bodensatz der Gesellschaft oder ist historisch erledigt, diese Ideologie ist nach wie vor politisch gewollt: Sie dient der Abgrenzung vom vermeintlich Fremden und der Legitimation von Herrschaft. Doch sie verletzt den europäischen Wertekanon und muss genauso geächtet werden, wie es der Antisemitismus wird. Es wird Zeit, dass Europa begreift: Niemand ist ein Zigeuner!

Informationen

ISBN: 978-3-89684-167-4
Seiten: 256
Ausstattung: mit einem Glossar und Personenregister
Bindung: Klappenbroschur
Format: 13x20 cm
Erscheinungsdatum: 25.03.2015
Lieferstatus: sofort lieferbar

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Über Wolfgang Wippermann

Wolfgang Wippermann (Foto: Körber-Stiftung/<br />David Ausserhofer)

Wolfgang Wippermann war Professor für Neuere Geschichte an der FU Berlin. Er studierte in Göttingen und Marburg, war Gastprofessor in den USA, Österreich und China und lehrte seit 1978 an der FU Berlin. Er arbeitete schwerpunktmäßig zum Faschismus, zu Nationalsozialismus, Rassismus und religiösem Fundamentalismus. Wippermann ist Autor zahlreicher Monografien, Zeitschriften und Lexikonartikel. Zuletzt erschien »Luthers Erbe« (2014); für Aufsehen sorgte auch »Auserwählte Opfer? Shoah und Porrajmos im Vergleich« (2012).
Wolfgang Wippermann verstarb im Januar 2021. 

Stand: 19.01.2021
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