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Irina Scherbakowa

Russlands Gedächtnis

Jugendliche entdecken vergessene Lebensgeschichten mit einem Vorwort von Fritz Pleitgen

Russlands Gedächtnis

Die Nachricht aus Moskau weckte hohe Erwartungen. Einmaliges Material sei durch den Schülerwettbewerb »Der Mensch in der Geschichte – Russland im 20. Jahrhundert« zusammengekommen, teilte Irina Scherbakowa von der Menschenrechtsorganisation MEMORIAL mit. Jährlich machen sich mehrere Tausend Schüler aus allen Teilen Russlands auf die Suche nach Lebensgeschichten ihrer Nachbarn und rekonstruieren die Erfahrungen von Menschen, die lange geschwiegen haben. Die ausgewählten Arbeiten lassen ein lebendiges Bild von der bisher unbekannten und verdrängten Seite russischer Geschichte entstehen und spiegeln den Umgang der heutigen Generation mit dem schweren Erbe der Vergangenheit wider.

Entstanden im Projekt der Körber-Stiftung: EUSTORY

Informationen

ISBN: 978-3-89684-041-7
Seiten: 432
Ausstattung: mit 24 s/w-Abbildungen
Bindung: Softcover
Format: 13 x 20 cm
Erscheinungsdatum: 09.09.2003
Lieferstatus: sofort lieferbar

Buch

Preis: € 14,00
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Rezensionen

DIE ZEIT, 25.09.03

Sachgebiet: Bildung/Wissen

Über Irina Scherbakowa

Foto: David Ausserhofer

Die promovierte Germanistin, Historikerin, Publizistin und Übersetzerin Irina Scherbakowa, Jahrgang 1949, lehrt am Zentrum für Erzählte Geschichte und visuelle Anthropologie der Moskauer Afanassjew-Universität. Für ihren Film »Alexander Men. Treibjagd auf das Sonnenlicht« (WDR 1993) wurde sie mit dem Katholischen Journalistenpreis ausgezeichnet. Seit 1999 gehört sie dem Kuratorium der Gedenkstätte Buchenwald in Weimar an.

Irina Scherbakowa ist Koordinatorin des russischen Geschichtswettbewerbs für Jugendliche, der von der Menschenrechtsgesellschaft MEMORIAL seit 1999 jährlich ausgerichtet wird. Als Nichtregierungsorganisation setzt sich MEMORIAL für die Aufklärung der sowjetischen Repression und den Schutz der Menschenrechte im heutigen Russland ein. MEMORIAL ist Mitglied des europäischen Geschichtsnetzwerks EUSTORY der Körber-Stiftung.

2005 wurde Irina Scherbakowa mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet; 2014 erhielt sie den Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik.

Stand: 13.03.2019
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