+
  • Foto: Körber-Stiftung
  • - Meldung

    Schuld. Eine Diskussion zur Bedeutung historischer Verantwortung

    Niels Annen, Staatsminister im Auswärtigen Amt, Wolfsohn History Preisträgerin Mary Fulbrook und Menschenrechtsanwalt Philippe Sands diskutierten mit Lorenz Hemicker über die heutige Wahrnehmung und politische Relevanz von historischer Schuld.

    Die Auseinandersetzung mit der eigenen Schuld ist auch heute noch zentral für die deutsche Erinnerungskultur und kollektive Selbstwahrnehmung. Die Herausforderungen und Konsequenzen, die damit verbunden waren und sind, werden jedoch bei der Vorstellung einer »erfolgreichen deutschen Vergangenheitsbewältigung« allzu leicht aus den Augen verloren. Wie kann »Schuld« historisch verstanden werden? Welches individuelle, gesellschaftliche und politische Erbe trägt sie 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs? Was lässt sich aus den Verbrechen einzelner, den Versäumnissen vieler und den Verstrickungen aller für die heutigen Konflikte und den Umgang mit ihnen lernen? 

    Für eine außergewöhnliche Debatte über die Auswirkungen der Vergangenheit auf das gegenwärtige politische und diplomatische Handeln konnte die Körber-Stiftung in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt namhafte Experten und Praktiker zusammenbringen. Mit Niels Annen, Staatsminister im Auswärtigen Amt, der Wolfsohn History Preisträgerin Mary Fulbrook und dem internationalen Menschenrechtsanwalt Philippe Sands, die an der Online-Videodiskussion teilnahmen, führte der Journalist Lorenz Hemicker (Frankfurter Allgemeine Zeitung) ein Gespräch zur Wahrnehmung von Schuld in der heutigen Zeit. 

    Das Video des Gesprächs kann hier abgerufen werden.


    to top