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Schule MIT Wissenschaft

Begeisterer begeistern: So lautete das Motto der Konferenz, die der MIT Club of Germany für Lehrerinnen und Lehrer in diesem Jahr erstmals in Erfurt ausrichtete. Fünf Lehrkräfte aus dem Schulnetzwerk der Initiative NAT waren dabei.

100 Lehrerinnen und Lehrer reisten aus dem ganzen Bundesgebiet an und erfuhren in hochkarätigen Vorträgen und Workshops ein Wochenende lang das Neueste z. B. aus der Teilchenforschung, Systembiologie oder Biophotonik. Die maßgeblich von Jugend forscht und Stift – Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen – getragene Veranstaltung wurde außerdem von der Körber-Stiftung gefördert, die fünf Hamburger Lehrerinnen und Lehrern der Initiative NAT eine Teilnahme ermöglichte.

Vorbild für die Konferenz »Schule MIT Wissenschaft« liefert das Science and Engineering Program für Teachers (SEPT) am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA. Im Rahmen dieses Programms lädt das MIT bereits seit 25 Jahren besonders engagierte Lehrer aus der ganzen Welt nach Cambridge ein. Eine Woche sind sie dann am MIT und bekommen Einblick in die neuesten Forschungsgebiete der Natur- und Ingenieurwissenschaften. Diese Idee hatten ehemalige Stipendiaten des SEPT-Programms aufgegriffen: »Ein acht Jahre alter Traum geht heute in Erfüllung«, mit diesen Worten begrüßte Stefan Weißflog vom MIT Club of Germany die Lehrkräfte und  Wissenschaftler. »Wir dachten uns damals beim MIT: Das müssen wir nach Deutschland holen.«

Die Konferenz startete mit Robert Huber, Nobelpreisträger für Chemie 1988, dem es ein wichtiges Anliegen war, einen eigenen Beitrag zu dieser ersten deutschen MIT-Lehrerkonferenz zu leisten: »Als Lehrer haben Sie unser wichtigstes Gut in den Händen, ich freue mich, zu Ihnen zu sprechen«, so Huber. Mit Blick auf seine Proteinforschung und der noch offenen Fragen in seinem Arbeitsbereich wandte er sich an die Lehrer als diejenigen, die die Forscher der Zukunft ausbilden: »Es gibt immer noch Geheimnisse der Natur zu entschlüsseln: Wie baut sich etwa die Aminosäuresequenz auf, woher wissen die Atome, wie sie sich aufbauen sollen? Ihre Schüler werden diese Fragen lösen – einer von ihnen.«

Die Lehrerinnen und Lehrer verfolgten ein Wochenende lang hochkonzentriert die mehrheitlich interdisziplinären Inputs. »Inhaltlich sind die Vorträge absolut begeisternd. Ich nehme viele Ideen für meinen Unterricht mit zurück nach Hause«, resümiert Tobias Schlegelmilch von der Klosterschule in Hamburg.

Weitere Infos zum Programm Schule MIT Wissenschaft hier.


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