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Schule trifft Digitalbranche

Mit dem digitalen Wandel suchen Unternehmen nach anderen Talenten als im Industriezeitalter. Gleichzeitig macht die Digitalisierung neue Lernformen möglich. Wie viel mehr zu zeitgemäßer Bildung im digitalen Zeitalter gehört, als eine bessere technische Ausstattung von Schulen, zeigte der Digital Summit für Lehrkräfte.

Bei Input von digitalen Bildungspionieren, Besuchen bei Hamburger Digitalunternehmen und gemeinsamen Workshops und Gesprächen erlebten und diskutierten 200 Lehrerinnen und Lehrer beim zweiten »Digital Summit«, einer Kooperation von App Camps und Körber-Stiftung, was Bildung im digitalen Zeitalter braucht – und wie sie auf die Welt »nach der Schule« vorbereiten kann:

Eines der »Aha-Erlebnisse« an diesem Tag, das Lehrerinnen und Lehrer beispielsweise vom Besuch im Coworkingspace vom betahaus Hamburg mitbrachten: Dass digitales Arbeiten nicht einfach heißt, bei der Arbeit das Internet und digitale Tools zu nutzen. Im betahaus konnten sie vor Ort erleben, dass ganz neue Formen der Zusammenarbeit möglich sind. Eine Erkenntnis vom Besuch bei Otto war, dass hier gerade für IT-Berufe Einstellung und Motivation der Bewerber viel entscheidender sind, als formelle Schulabschlüsse. Auch bei Adobe, Facelift, Google, Lufthansa-Technik, Otto und Xing konnten Lehrerinnen und Lehrer konkrete Eindrücke vom Arbeiten in der Digitalwirtschaft sammeln. Im Austausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unternehmen erhielten sie Einblicke in Tätigkeitsfelder, Berufe und Anforderungen der digitalen Arbeitswelt. Wie können digitale Themen und Tools innovativ in Schule und Unterricht eingesetzt werden? Dazu gab es in der Körber-Stiftung Workshops zu Fake News, Design Thinking und agilem Arbeiten in der Schule wie auch zu Einsatzmöglichkeiten von Tablets, Robotics und Computer Vision im Unterricht.

Gerade weil komplexe, digitale Technologien nicht nur Chancen, sondern auch mögliche Gefahren mit sich bringen, sollten Kinder und Jugendliche sich bewusst und aktiv mit ihnen auseinandersetzen, fand zuvor Stefania Druga vom MIT MediaLab in Boston. In ihrer Keynote »Growing up with AI« zeigte sie, wie Kinder, die mit »smarten« Geräten wie z.B. Alexa oder Google Home aufwachsen, die Geräte wahrnehmen – und wie viel rationaler und reflektierter sie mit der Technologie umgehen, wenn sie selbst damit experimentieren.

Im Abschlusspanel des Tages wurde aus den Perspektiven von Schule, Wirtschaft und Forschung ein »Paradigmenwechsel in der Bildungswelt« diskutiert: Wo Unternehmen im digtalen Wandel den Schulen weit voraus und wo viele selbst noch auf der Suche nach guten Wegen sind, wo digitale Tools Sinn machen und wo man vielleicht sogar besser bei der Kreidetafel bleiben sollte, kurz: welche neuen Formen Schule im digitalen Zeitalter annehmen kann und sollte.

Mitschnitte von Keynote und Abschlusspanel finden Sie in unserer Mediathek, weitere Inhalte und Diskussionen unter dem Hashtag #DigiSummit19 bei Twitter.


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