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Seniorentheater wirkt sich positiv auf Alter und Gesundheit aus

Was haben ein Apfel und das Seniorentheater gemeinsam? Beides täglich angewendet »…keeps the doctor away«. Bei der Fachtagung Seniorentheater im Haus im Park der Körber-Stiftung standen die positiven Auswirkungen des Theaterspielens auf Alter und Gesundheit im Mittelpunkt.

Das Theaterspielen vereine mehrere präventive Eigenschaften: es biete soziales Miteinander, geistige Anregungen, kreative Herausforderung, Sinnstiftung und mache einfach Freude. Alles Faktoren, die sich nachweislich auf den Alterungsprozess und den Verlauf von Krankheiten wie Alzheimer positiv auswirken. An einer strukturellen Förderung müsse deshalb gearbeitet werden und z. B. das Theaterspielen von Krankenkassen als präventive Maßnahme anerkannt werden.

Das dies nicht der Fall ist, habe unter anderem aber auch damit zu tun, dass es bisher keine entsprechenden auswertbaren Untersuchungen gäbe. Aber schließlich sei die Datendecke  für den Apfel ähnlich dünn, stellte Prof. Dr. Gerhard W. Eschweiler vom Geriatrischen Zentrum am Universitätsklinikum Tübingen augenzwinkernd fest und machte damit Mut für die Zukunft des Seniorentheaters.

Das Seniorentheater erlebt seit der Jahrtausendwende einen stetigen Zuwachs und es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung fortsetzten wird, besonders wenn die kommende bildungs- und kulturaffine Generation der Babyboomer in den Ruhestand gehen.

Zu der Tagung kamen rund 100 Fachleute aus der freien Theaterszene, Kultureinrichtungen, den Bereichen Gesundheit und Forschung. Veranstaltet wurde sie – unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Ursula Lehr, Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) – vom Bund Deutscher Amateurtheater (BDAT), dem Haus im Park der Körber-Stiftung und weiteren Partnern.  


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