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Stolz und Vorurteil: Russland rüstet seine Vergangenheit auf

Die Geschichte des eigenen Landes im Zeichen von Glanz und Gloria zu präsentieren – das hat unter autoritären oder nationalistischen Regimen in Europa derzeit wieder Konjunktur. In ihrem Gastbeitrag für Strategic Europe, den Blog der Denkfabrik Carnegie Europe, analysiert Gabriele Woidelko, Körber-Stiftung, das aktuelle Geschichtsbild Russlands.

Unter der Führung von Präsident Putin hat Russland in den letzten zehn Jahren viel investiert, um aus Versatzstücken der zaristischen und sowjetischen Vergangenheit des Landes eine patriotische Geschichte von Sieg und Heldentum zu entwickeln. Ziel dieser staatlich geförderten Sichtweise ist es, Russland und seinen Bürgern Orientierung in einem Prozess der Nationsbildung zu geben, der über 25 Jahre nach Ende der Sowjetunion nicht abgeschlossen ist.

Die dunklen Seiten der Vergangenheit – wie z.B. die allumfassende stalinistische Diktatur und ihre Opfer sowie das Bündnis der beiden Diktatoren Hitler und Stalin zu Beginn des Zweiten Weltkriegs – bleiben dabei auf der Strecke oder werden bestenfalls unter Nutzung eines Weichzeichners abgebildet.

Welche innen- und außenpolitischen Konsequenzen hat die Haltung des russischen Präsidenten zum Hitler-Stalin Pakt und zum Zweiten Weltkrieg? Und wie wirkt sich die Aufrüstung der Vergangenheit in der russischen Gesellschaft aus – 100 Jahre nach der Russischen Revolution und über ein Vierteljahrhundert nach Ende der Sowjetunion?  

Zum Beitrag (in englischer Sprache)


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