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Symposium 2015: »Engagiert für die Kommune von morgen«

Um in Zeiten des demografischen Wandels das gesellschaftliche Miteinander zu erhalten, werden große Hoffnungen in das Engagement Älterer gesetzt. Zu Recht? Beim diesjährigen Symposium »Potenziale des Alters« am 19. und 20. November fragte die Körber-Stiftung nach.

In ihrer Begrüßung brachte Anja Paehlke, Mitglied des Vorstands der Körber-Stiftung, die Stoßrichtung des Symposiums auf den Punkt: Was ist die Rolle der Generationen 60+ in unseren Gemeinwesen? Was bewegen Ältere vor Ort mit ihrem Engagement? Und: Was zeichnet ihr Engagement aus, und welches Engagement brauchen wir zukünftig im Demografischen Wandel? Diese Leitfragen sollten in den folgende eineinhalb Tagen im Vordergrund stehen.

Myung J. Lee, Geschäftsführerin der Initiative »Cities of Service«, brachte als erste Impulsgerberin die US-amerikanische Perspektive in die Debatte ein. Mit ihrer humorvollen und jovialen Art betonte sie – neben vielem anderen – insbesondere die notwendige gute Balance von bürgerschaftlichem Engagement »von unten«, welches aber gleichzeitig »von oben« wenn auch nicht gesteuert, aber dennoch gelenkt und kanalisiert werden müsse, um seine volle Wirkung zu entfalten. Den aktuellen Wissensstand über das Engagement Älterer in Deutschland fasste anschließend Professor Thomas Klie, Vorsitzender der 2. Engagementberichtskommission der Bundesregierung, zusammen. Er betonte hier u.a., dass freiwilliges Engagement ein wichtiger, aber neben bspw. Sorgeaufgaben im familiären oder nachbarschaftlichem Umfeld nur ein Beitrag der Älteren zur Gesellschaft ist – der aber größer werde.

Auch an der guten Tradition der »Potenziale des Alters«-Symposien der internationalen good-practice-Beispielen wurde selbstverständlich festgehalten. VertreterInnen aus Großbritannien, Irland, der Schweiz und Slowenien stellten in Lernforen ihre Projekte vor, die auf vorbildliche Art und Weise das Engagement Älterer fördern. Die Teilnehmenden hatten hier die Möglichkeit, Impulse und Anregungen mitzunehmen und für ihre eigenen Arbeit fruchtbar zu machen.

Für das abendliche gesellige Miteinander hatten sich die Organisatoren etwas Besonderes einfallen lassen: Begleitet vom Akkordeon und unterstützt vom Chor »Männerstimmen« aus dem Haus im Park wurden einige  Hamburgische Liedklassiker gemeinsam geschmettert.

Ihren zusammenfassenden Abschluss erfuhr das Symposium am nächsten Tag bei einer Podiumsdiskussion mit Hans-Josef Vogel, Bürgermeister der Stadt Arnsberg, Prof. Dr. Silke van Dyk, Soziologieprofessorin an der Universität Kassel und Dr. Elke Löffler von der Organisation Governance International. Moderiert von Karin Haist, Leiterin des Bereichs Gesellschaft der Körber-Stiftung, wurden die großen Linien der Engagementförderung im Allgemeinen und der von Älteren im Speziellen diskutiert, wobei besonders das Verhältnis von staatlichen Pflichtaufgaben und zivilgesellschaftlicher Problemlösungsfähigkeit sowie die sozialen Disparitäten bürgerschaftlichen Engagements im Vordergrund standen.


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