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Die Idee

Die Tage des Exils sind ein publikumsorientiertes Veranstaltungs- und Begegnungsprogramm in Hamburg. Es gibt Menschen im Exil eine Plattform, schlägt die Brücke zwischen Gegenwart und Vergangenheit und regt zu Dialog und Verständigung zwischen Alt- und Neubürgern an, um so zum besseren Zusammenhalt in der Stadt beizutragen.

2018 richtet die Körber-Stiftung erstmalig diese Gemeinschaftsinitiative aus, die 2016 von der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung ins Leben gerufen wurde und seitdem jährlich stattfindet. Über 50 Partner tragen zu einem breiten Veranstaltungsspektrum bei: Die 60 Angebote reichen von Ausstellungen, Konzerten, Vorträgen, Begegnungsangeboten, Lesungen und Podiumsgesprächen bis hin zu Theater- und Filmvorführungen. Die Schirmherren der Tage des Exils 2016 waren die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller und 2017 die UN-Sonderbotschafterin Nadia Murad. 2017 wurde das Programm durch die »Rede zum Exil« erweitert, die von dem in Bulgarien geborenen Schriftsteller und Herausgeber Ilja Trojanow gehalten wurde. Auch 2018 wird es wieder eine »Rede zum Exil« geben, die den Veranstaltungsmonat programmatisch einrahmt und aufzeigt, was der Zustand des Exils und der Verfolgung bei den Betroffenen bewirkt und wie wichtig es ist, den Menschen im Exil eine Stimme zu geben und die Gesellschaft für das Thema Exil zu sensibilisieren.

Die Hamburger Tage des Exils finden 2018 vom 15. Oktober bis 16. November unter der Schirmherrschaft des Schriftstellers Abbas Khider statt.

Mehr Informationen zum aktuellen Programm unter www.tagedesexils.de.

Beobachtet: Tage des Exils 2018


 
Video

Verstreut in ganz Europa, vereint in der Musik

Ein Orchester, das Grenzen überwindet: Noch immer ist Syrien von den Fronten des Bürgerkriegs geprägt, noch immer verlassen viele Syrer ihr Land, um im Exil zu überleben. So auch die Musiker des Syrian Expat Philharmonic Orchestra. Mit ihren Konzerten will das einzige syrische Exilorchester ein musikalisches Zeichen gegen den Krieg in seiner Heimat setzen und für Verständigung werben. 2015 von Jahed Jazbeh gegründet, füllt das Syrian Expat Philharmonic Orchestra schon kurze Zeit nach ihrer Gründung die Konzertsäle Europas. Im Rahmen der »Hamburger Tage des Exils« gastierte das Orchester in der Elbphilharmonie. weiter


Jüdische Küche in Hamburg und in der Emigration

Der Titel klingt fast ein wenig bescheiden: »Das Jüdische Kochbuch aus Hamburg«. Tatsächlich ist dieses Buch, herausgegeben von Gabriela Fenyes, Barbara Guggenheim und Judith Landshut mehr als eine Aneinanderreihung von Rezepten und Zutaten. Es ist zugleich Anekdotensammlung, Erinnerungsbuch und Geschichtsbuch, das einen Teil der jüdischen Geschichte des letzten und aktuellen Jahrhunderts präsentiert. Die Vorstellung des Werks fand im gut besuchten Nienstedtener »Landhaus Baur«statt. Partner waren die Hermann Reemtsma Stiftung und das Institut für die Geschichte der deutschen Juden.

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Der Fluch eines Flüchtlings

Im Bürgerhaus Lenzsiedlung trugen die beiden syrischen Brüder Ahmad und Hussam Al Zaher Texte aus der Anthologie »Fluchtpunkt Hamburg – Texte im Exil« vor. Sie lasen auf Arabisch, weil sie sich das Deutsche noch nicht so recht zutrauen. Melodiös hörte sich das an, für die meisten im Publikum ungewohnt. Reimer Boy Eilers vom Hamburger Verband deutscher Schriftsteller (VS) las die Passagen anschließend auf Deutsch. Eilers, der die Veranstaltung auch moderierte, ist einer der Herausgeber der Anthologie. Der VS habe den geflüchteten Schriftstellern, Journalisten und Bloggern eine Stimme geben wollen, sagt er.

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Zurück auf null

Hakan Mertcan und seine Frau Jona mussten die Türkei Hals über Kopf verlassen, weil der junge Professor einen Friedensappell an Präsident Erdoğan unterschrieben hatte. Im Hamburger Rathaus sprachen die beiden über Meinungsfreiheit, Grundrechte und über ihr neues Leben im Exil. Gekommen waren zahlreiche Hamburger Schülerinnen und Schüler, die dem Bericht des Paares aufmerksam lauschten.

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Science Slam Special – Flucht und Exil

Was haben Eichen in Afrika, Bananen im Hamburger Hafen und Türkisch im Matheunterricht mit Exil zu tun? Das erfuhren die Besucher des Science Slam im Haus 73. Dort slamten fünf junge Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen jeweils zehn Minuten rund um die Themen Flucht und Exil. Anschließend stellten sie sich dem Urteil des Publikums. Die Benefizveranstaltung fand im Rahmen der von der Körber-Stiftung initiierten »Tage des Exils« 2018 statt.

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»Siegfried Landshut – Vertreibung, Exil, Rückkehr«

Im Rahmen der »Tage des Exils« hat der Historiker Rainer Nicolaysen, Leiter der Arbeitsstelle für Universitätsgeschichte der Universität Hamburg, den Lebensweg von Siegfried Landshut nachgezeichnet. Landshut ist einer der prominenten historischen Exilanten, die die Veranstaltungsreihe in den Blick nimmt. In seinem Vortrag beleuchtete Nicolaysen das Schicksal und die wissenschaftliche Leistung Landshuts gleichermaßen. Weil Landshut Jude ist, wird er 1933 von der Hamburger Uni entlassen und muss aus Deutschland fliehen. Nach dem Krieg kehrt er an seine alte Wirkungsstätte zurück – und wird zum Mitbegründer der Politikwissenschaft in Deutschland. Nicolaysen freut sich, dass Landshut rechtzeitig zu seinem 50. Todestag im Dezember eine »Wiederentdeckung« erfährt – auch dank einer Ausstellung im Hamburger Institut für Sozialkunde, die das Leben und Wirken Landshuts in übersichtlicher Form aufbereitet.

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„Jenseits der Rückkehr? Zusammenleben im Exil“ - Olga Grjasnowa und Ayham Majid Agha im Gespräch mit Doerte Bischoff

Identität, Arbeit, Zukunft: Darum kreiste das Gespräch der Schriftstellerin Olga Grjasnowa und der Schauspieler Ayham Majid Agha mit der Hamburger Literatur-Professorin Doerte Bischoff im Rahmen der Hamburger »Tage des Exils«. Die Schriftstellerin mit Wurzeln in Aserbeidschan und der Schauspieler und Regisseur aus dem syrischen Deir ez-Zor waren zu Gast im Haus 73 im Hamburger Schanzenviertel. Das Gespräch ist das zweite Event im Rahmen der von der Körber-Stiftung initiierten »Tage des Exils« – und der erste gemeinsame Auftritt des Künstlerpaares, das sich 2013 in Deutschland kennengelernt hat.

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Frühere Veranstaltungen im Rahmen der Tage des Exils

Hamburger Rede zum Exil: Ilija Trojanow am 14. Juni 2017 im KörberForum, Hamburg

Im Rahmen der zweiten »Tage des Exils« luden die Körber-Stiftung und die Weichmann-Stiftung erstmals zur »Hamburger Rede zum Exil« ein. In einer Mischung aus autobiografischen Erfahrungen, Beobachtungen und philosophischen Reflexionen des Themas Flucht umkreiste der Schriftsteller Ilija Trojanow in seinem Vortrag die Zumutungen und Chancen eines Neuanfangs, der an die Vergangenheit gekettet ist. Die Veranstaltung moderierte Sven Tetzlaff, Körber-Stiftung.

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Eröffnung der zweiten Tage des Exils am 12. Juni 2017 im KörberForum, Hamburg

Nadia Murad: Eine Jesidin kämpft für Menschenrechte

Nadia Murad, die mit 21 Jahren vom IS verschleppt wurde und heutige UN-Sonderbotschafterin für die Würde der Opfer von Menschenhandel eröffnete 2017 die zweite Ausgabe der Hamburger »Tage des Exils«.

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Eröffnung der Tage des Exils am 22. Mai 2016 im KörberForum, Hamburg

Zum Auftakt der Hamburger »Tage des Exils« sprach Schirmherrin Herta Müller über historische und aktuelle Fluchterfahrungen. Die Literaturnobelpreisträgerin setzt sich seit vielen Jahren für ein Exilmuseum ein. Nun ist Deutschland selbst ein Hoffnungsort für Geflüchtete. Können wir aus der Geschichte lernen? Diese und andere Fragen thematisierte Doerte Bischoff von der Universität Hamburg mit der Schirmherrin Herta Müller.

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Kontakt

Sven Tetzlaff
Leitung Bereich Demokratie, Engagement, Zusammenhalt

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 144
E-Mail tetzlaff@koerber-stiftung.de

Hilary Schmalbach
Programm-Managerin
Tage des Exils

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 169
Email schmalbach@koerber-stiftung.de

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