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  • Shirin Ebadi, Schirmherrin der diesjährigen Tage des Exils (Foto: Getty Images)
  • - Meldung

    Tage des Exils 2021: Schirmherrin Shirin Ebadi ruft zu mehr wechselseitiger Unterstützung auf

    In ihrer Eröffnung der Tage des Exils appelliert Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi an Geflüchtete wie auch an die Aufnahmegesellschaft, mehr Initiative zu zeigen, den Neuanfang im Exil als Chance für beide Seiten zu nutzen: »Es bedarf einer engen Zusammenarbeit zwischen Neuangekommenen, dem Staat und der Zivilgesellschaft.«

    Zu den vierten Tagen des Exils lädt die Körber-Stiftung in Kooperation mit der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung vom 6. April bis 7. Mai 2021 ein. Im Mittelpunkt stehen historische und aktuelle Perspektiven auf Flucht und Exil.

    Die Tage des Exils bringen rund 60 Partnerinnen und Partner zusammen, darunter Hamburger Kultur- und Bildungsinstitutionen sowie die Zivil- und die Stadtgesellschaft. Aufgrund der Corona-Pandemie werden erstmals mehr als 30 Veranstaltungen online stattfinden. Besucherinnen und Besucher können virtuell Lesungen, Gesprächen, Ausstellungen und Performances folgen.

    Einen Höhepunkt markieren die Rede und das Konzert zum Exil mit der afghanischen Unternehmerin Zohre Esmaeli und dem iranischen Musiker Majid Derakhshani. Esmaeli gelangte als junge Frau mit ihrer Familie nach Deutschland und engagiert sich nun unter anderem mit ihrem Verein Culture Coaches für die Integration von Geflüchteten. Derakhshani erhielt für seine Zusammenarbeit mit Musikerinnen im Iran ein Einreise- und Berufsverbot und lebt nun seit einigen Jahren in Deutschland im Exil. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Ernst Deutsch Theater statt und wird am 26. April als Stream ausgestrahlt.

    Das gesamte Programm mit aktuellen Informationen zum Format ist hier abrufbar. Als Kulturpartner begleitet NDR Kultur die Tage des Exils. Die Nachrichtenplattform Amal, Hamburg! ist als Medienpartner dabei.


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