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Tage des Exils 2021

Die Tage des Exils fanden 2021 zum vierten Mal von 6. April bis 7. Mai statt. Die Schirmherrschaft übernahm die iranische Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi, die das Veranstaltungsprogramm am 6. April eröffnete.

Programm (PDF)

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Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi eröffnet als Schirmherrin die Tage des Exils 2021

Die Anwältin und Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi eröffnete die Tage des Exils 2021. Seit 2009 lebt sie im britischen Exil. Weil sie sich in ihrem Heimatland Iran für Frauen- und Kinderrechte sowie für politische Gefangene einsetzte, ließ die Regierung ihre Kanzlei schließen, ihr Vermögen einfrieren und ihre Familie bedrohen. In ihrem 2016 erschienenen Buch »Bis wir frei sind« schildert sie ihren Kampf für Demokratie und Menschenrechte. Mit dem Journalisten Jan Ehlert (NDR Kultur) sprach Ebadi über Lebenslinien und Entwurzelung, über die Missstände im Iran und über ihr Leben im britischen Exil. Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet.

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Rede und Konzert zum Exil mit Zohre Esmaeli und Majid Derakhshani

Unternehmerin und Model Zohre Esmaeli berichtete am 26. April 2021 in der Rede zum Exil über ihre Flucht aus Afghanistan, ihr Leben in Deutschland, den Konflikt zwischen Freiheit und Tradition und ihr Engagement für transkulturelle Integration. Anschließend rundete der »Meister der persischen Musik«, Majid Derakhshani, den Abend im Ernst Deutsch Theater ab.

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Hamburger im Exil: Der Architekt Karl Schneider

Der Architekt Karl Schneider (1892-1945) erwarb Anfang der 1920er Jahre mit seinen Bauten im Stil des »Neuen Bauens« internationales Ansehen. Von den Nationalsozialisten wegen seines Baustils angefeindet, wurde er als Professor der Landeskunstschule Hamburg entlassen und mit Bauverbot belegt. 1938 ging er ins US-amerikanische Exil und war zunächst als Industriedesigner tätig. Elke Dröscher bewahrt in Hamburg, das »Landhaus Michaelsen am Falkenstein«. Sie spricht gemeinsam mit der Architekturhistorikerin Monika Isler Binz und Susanne Wittek über Leben und Werk Karl Schneiders. Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet.

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Für die Veranstaltung produzierte Rainer Binz einen Film über das Landhaus Michaelsen, eine Ikone des Neuen Bauens, das 1922/23 vom Architekten Karl Schneider entworfen wurde. Am Falkensteiner Elbufer gelegen, strahlt das heute als Puppenmuseum genutzte Gebäude eine besondere Atmosphäre aus und lässt kaum erahnen, dass es beinahe dem Abriss zum Opfer gefallen wäre.

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