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»Exilland Deutschland: Herausforderungen in Wissenschaft, Kultur und Journalismus«

Die Zahl der Menschen, die weltweit auf der Flucht sind, ist im letzten Jahr erneut auf mittlerweile über 68 Millionen gestiegen. Unter ihnen sind viele, die in Wissenschaft, Kultur und Journalismus tätig sind und in Deutschland Schutz vor Verfolgung suchen. Wie können sie hier ihre Arbeit fortsetzen? Welche Unterstützung brauchen sie? Welche Modelle und Erfahrungen gibt es? Was lässt sich übertragen?

Diesen und anderen Fragen ging die Konferenz »Exilland Deutschland« nach. In drei Podien diskutierten exilierte Künstler, Wissenschaftler und Journalisten gemeinsam mit Fachleuten und Vertretern von Förderinstitutionen über Beispiele guter Praxis, sowie Chancen und Grenzen von Fördermodellen. Es sprachen unter anderem der syrische Künstler Khaled Barakeh, der Wissenschaftler Hakan Mertcan von den türkischen Academics of Peace und der Journalist Emin Milli des aserbaidschanischen Fernsehsenders Meydan TV.

Im Anschluss an die Tagung hielt der chinesische Schriftsteller und Musiker Liao Yiwu die dritte Hamburger »Rede zum Exil« im KörberForum.

Konferenzprogramm (PDF)

Kultur im Exil

Wie kann es gelingen Kreative und Kulturschaffende im Exil zu unterstützen? Mit dieser und anderen Fragen beschäftigen sich Maik Müller von der Martin Roth-Initiative, Amelie Deuflhard, Kampnagel-Intendantin sowie Khaled Barakeh von coculture e.V. in dem Podiumsgespräch »Kultur im Exil«. Eingeleitet wird das Gespräch von der Künstlerin Tewa Barnosa, die Einblicke in ihre Arbeit in Libyen und Deutschland gibt.
Moderatorin: Agata Klaus, Programmleiterin Zusammenhalt

Wissenschaft im Exil

Was kann ein Stipendium für Wissenschaftler im Exil langfristig bewirken? Welche Kriterien sind bei der Auswahl der Stipendiaten besonders wichtig? Nach der Keynote von Hakan Mertcan, Wissenschaftler aus der Türkei, diskutieren Barbara Sheldon von der Phillipp Schwartz-Initiative, Martina Bäuerle von der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte und Jeff Wilkesman, Stipendiat der Phillipp Schwartz-Initiative, unter anderem über diese Fragen.
Moderator: Sven Tetzlaff, Bereichsleiter Demokratie, Engagement und Zusammenhalt

Journalismus im Exil

Welchen Chancen und Herausforderungen begegnen Journalisten im Exil? Eingeleitet wird diese Frage durch die Keynote von Emin Milli, Journalist und ehemaliger Geschäftsführer von Meydan TV. Im Anschluss diskutieren darüber Christoph Dreyer von Reporter ohne Grenzen, Bashana Abeywardena von Journalists for Democracy in Sri Lanka, Leon Willems von Free Press Unlimited, und Ramy Al-Asheq vom FANN Magazin.
Moderator: Peter-Matthias Gaede, Journalist

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