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Meldung

Exil auf die Bühne bringen

Kampnagel und die Körber-Stiftung vergeben ab 2020 erstmals Residenzen für künstlerische Projekte, die sich mit dem Thema Exil beschäftigen. »Exil heute – künstlerische Produktionsresidenzen« fördern die Produktion bzw. Fertigstellung neuer oder adaptierter Bühnenarbeiten aus den Genres Theater, Performance und Tanz.

Die Residenzen sind international ausgerichtet und adressieren vor allem Menschen mit eigener Exilerfahrung. »Wir wollen zeigen, was es heißt, aufgrund politischer Verfolgung ins Exil vertrieben zu werden, welche Auswirkungen das auf Identität, Zugehörigkeit und das Leben in einer neuen Kultur hat«, sagt Sven Tetzlaff, Leiter des Bereichs Demokratie, Engagement, Zusammenhalt der Körber-Stiftung. »Deutschland hat die historische Verantwortung, heutigen Exilerfahrungen Raum zu geben.« Unter den Bewerbungen sollen auch Arbeiten Beachtung finden, die sich mit politischen und theoretischen Gedanken zur Bedeutung des Exils in der Gesellschaft beschäftigen.

Das Projekt ist insgesamt auf drei Jahre angelegt. Pro Produktionszeitraum laden Körber-Stiftung und Kampnagel drei Projekte zur ein- bis sechswöchigen Residenz nach Hamburg ein. Die finalen Bühnenarbeiten werden auf Kampnagel gezeigt. Workshops und Werkstattgespräche sollen dem Publikum zudem Einblicke in den Arbeits- und Probenprozess ermöglichen. Die erste Arbeit wird während des Hamburger Veranstaltungs- und Begegnungsprogramms Tage des Exils 2020 zu sehen sein.

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Fokusthema »Neues Leben im Exil«


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