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Tage des Exils
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    Zeit des Exils: Interview mit Nino Haratischwili

    »Menschen mit geteilten Biografien verlieren eine gewisse Selbstverständlichkeit. (...) Mit der Distanz hinterfragt man sich anders und man hört nie auf zu vergleichen«, sagt die preisgekrönte Schriftstellerin und Theaterregisseurin Nino Haratischwili im Gespräch mit Melanie von Bismarck.

    In Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, geboren und zunächst dort aufgewachsen, folgt mit zwölf Jahren die Auswanderung in ein Dorf in Nordrhein-Westfalen. Hier trifft die Autorin auf eine provinzielle Struktur und wird mit der Rolle des Andersseins konfrontiert. Aus Heimweh kehrt sie ein paar Jahre später alleine wieder nach Georgien zurück. 2003 folgt eine erneute Rückkehr nach Deutschland und das Studium der Theaterregie in Hamburg. Schon früh begeistert sich Haratischwili fürs Theater, leitet als junge Frau eine zweisprachige Theatergruppe und führt sowohl in Georgien als auch in Deutschland Stücke auf.

    Täter und Opfer im Fokus

    In ihren Romanen und Inszenierungen setzt sie sich mit ihrem Geburtsland Georgien und den Themen Täter, Opfer und Korruption auseinander – nicht nur, um den Leser in eine andere Welt zu versetzen, sondern auch, um sich selbst der Geschichte und Politik Georgiens anzunähern. Haratischwili geht in dem neuesten Gespräch der Interviewreihe »Zeit des Exils« der Frage nach, wie sich Georgien wandelt, und spricht über Freiheit und eine junge georgische Generation, deren neues Bewusstsein für zivilgesellschaftliche Belange Hoffnung macht.
    Ergänzt wird das Gespräch durch eine Lesung aus Haratischwilis Familienepos »Das achte Leben (Für Brilka)« von der Schauspielerin Katharina Schütz.

    In der Interviewreihe »Zeit des Exils« nähern wir uns gemeinsam mit unseren Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern dem Begriff Exil. Die Kulturjournalistin Melanie von Bismarck spricht mit Protagonistinnen und Protagonisten der Tage des Exils über ihr Leben, das kreative Schaffen im Exil und über Flucht, Entfremdung und Ankommen.

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