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Tage des Exils
  • Olga Grjasnowa und Ayham Majid Agha im Gespräch, Tage des Exils 2018 (Foto: Bente Stachowske)
  • - Meldung

    Zeit des Exils: Interview mit Olga Grjasnowa und Ayham Majid Agha

    Die Schriftstellerin Olga Grjasnowa aus Aserbaidschan und ihr Mann Ayham Majid Agha aus Syrien gehen im neuesten Gespräch der Interviewreihe »Zeit des Exils« den Fragen nach, wie man in einer Gesellschaft ankommt, welches Handwerkszeug man benötigt und welche Rolle Sprache einnimmt.

    »Heimat ist oft eine zeitlich begrenzte Erinnerung, die konserviert … und deswegen so schön ist, weil sie nicht mehr existiert oder real noch nie existiert hat…«, sagt Olga Grjasnowa im Interview. Die Schriftstellerin wurde in Baku in Aserbaidschan geboren und wuchs in einer russisch-jüdischen Familie auf. 1996 kam sie gemeinsam mit ihren Eltern als sogenannter »Kontingentflüchtling« nach Deutschland. Wie ein roter Faden ziehen sich die Themen Heimat, Flucht und Vertreibung und das Leben in einem anderen Land durch Grjasnowas Werk. In ihrem neuesten Roman »Der verlorene Sohn« zeichnet die Autorin das Leben ihres Protagonisten Jamalludin aus dem Kaukasus nach, der ohne Vorwarnung seine Familie und seine Heimat verliert und erst viele Jahre später wieder Kontakt mit seinem Ursprungsland, dem Nordkaukasus, aufnimmt.

    Grjasnowa und ihr Mann Ayham Majid Agha –Schauspieler und Regisseur aus Syrien – gehen in dem neuesten Gespräch der Interviewreihe »Zeit des Exils« den Fragen nach, wie man in einer Gesellschaft ankommt, welches Handwerkszeug man benötigt und welche Rolle Sprache einnimmt. Ayham Majid Agha führte in Syrien interaktive Theaterprojekte auf und kam 2013 nach Deutschland. Wegen eines abgelaufenen Passes und Visaproblemen konnte er nicht mehr in den Libanon zurück. Berlin, sein erster Aufenthaltsort, ist heute der gemeinsame Wohnort des Ehepaars.

    Ergänzt wird das Gespräch durch eine Lesung aus Grjasnowas Werk »Gott ist nicht schüchtern« von der Schauspielerin Katharina Schütz.

    In der Interviewreihe »Zeit des Exils« nähern wir uns gemeinsam mit unseren Gesprächspartnern dem Begriff Exil. Kulturjournalistin Melanie von Bismarck interviewt Protagonistinnen und Protagonisten der Tage des Exils und spricht mit ihnen über ihr Leben und das kreative Schaffen im Exil, über Flucht, Entfremdung und Ankommen.

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