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Vortrag und Konzert

Rede und Konzert zum Exil

Zohre Esmaeli wuchs in Kabul auf und floh als Jugendliche vor den Taliban nach Deutschland. Hier wurde sie als Model entdeckt und war bald auf internationalen Laufstegen zu sehen. Basierend auf ihren eigenen Erfahrungen engagiert sie sich heute für Gerechtigkeit, Freiheit und demokratische Werte und setzt sich auf vielfältige Weise für den interkulturellen Dialog ein: So unterstützt sie den gemeinnützigen Verein »Afghanistan, Hilfe die ankommt e.V.«, ist Botschafterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und Botschafterin des Deutschen Roten Kreuzes für Interkulturelle Öffnung. Ihr neuestes Projekt ist Culture Coaches: Mentoren und Coaches, die in mehreren Sprachen und Kulturen zu Hause sind, vermitteln zwischen Deutschen und Zuwanderern. Über ihre Flucht, ihr Leben in Deutschland, den Konflikt zwischen Freiheit und Tradition und ihr Engagement für Integration spricht Esmaeli in der diesjährigen Rede zum Exil im Ernst Deutsch Theater.

Im Anschluss wird Majid Derakhshani – bekannt als der »Meister der traditionellen persischen Musik« – mit seinem sechsköpfigen Ensemble »Asman« persische Gesänge und eigene Kompositionen aufführen. Für seine Zusammenarbeit mit weiblichen Musikerinnen und Sängerinnen im Iran wurde Derakhshani ein Einreise- und Berufsverbot erteilt. Er musste seine Heimat verlassen und lebt seit einem Jahr in Deutschland im Exil.

Eine Veranstaltung zum Fokusthema »Neues Leben im Exil«.

Zohre Esmaeli (Foto: Jens Gyarmaty)
Majid Derakhshani (Foto: Ali Bahrami/Sara Sabaghian)

Informationen

Montag, 26.04.2021 | 19.00 Uhr
Ernst Deutsch Theater
Friedrich-Schütter-Platz 1
22087 Hamburg

Gemeinnützige Körber-Stiftung

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