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Tage des Exils > Zitatkampagne

Einblick ins Leben im Exil

Leben im Exil – was bedeutet das eigentlich für den Einzelnen? Menschen, die heute in Deutschland im Exil leben, zeigen uns ihre sehr persönliche Antwort auf diese Frage. Dafür haben sie Zitate historischer Exilierter ausgewählt, in denen sie sich besonders gut wiedererkennen. Die geteilten Erfahrungen im Exil überwinden Grenzen von Zeit, Kultur, Herkunft und Situation.

Vom 6. April bis zum 7. Mai 2021 laden die Tage des Exils mit 60 Veranstaltungen dazu ein, historische und aktuelle Sichtweisen von Flucht und Exil kennenzulernen.
Hier geht es zum Programm: www.tagedesexils.de

Zitate von Adorno, Arendt und Brecht

Der türkische Journalist Can Dündar, die maledivische Menschrechtsaktivistin Shahindha Ismail und der syrische Theatermacher Mohammed Ghunaim zeigen mit Zitaten des Philosophen Theodor W. Adorno, der Publizistin Hannah Arendt und des Dramatikers Bertolt Brecht, was Leben im Exil für sie bedeutet.

 

Can Dündar zitiert Theodor W. Adorno

Durch einen Bericht über einen geheimen Munitionstransport geriet der Investigativjournalist Can Dündar 2015 ins Visier der türkischen Regierung. Ein Jahr später ging er nach Deutschland ins Exil. Dündar zitiert den Philosophen Theodor W. Adorno, der immer wieder mit seinem Leben im Exil haderte.

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Shahindha Ismail zitiert Hannah Arendt

Auf den Malediven kämpfte Shahindha Ismail für die Menschenrechte – und erhielt dafür massive Drohungen. »Wäre ich geblieben, hätte man mich umgebracht«, sagt sie. Ismail lebt seit 2019 in Deutschland. Sie zitiert die Publizistin Hannah Arendt, die 1933 vor den Nazis aus Deutschland flüchtete.

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Mohammed Ghunaim zitiert Bertolt Brecht

Der Syrer lebt seit 2015 in Deutschland im Exil, nachdem er aufgrund seiner Arbeit für eine Hilfsorganisation ins Visier des Geheimdienstes geraten war. Heute arbeitet Ghunaim am Hamburger Thalia Theater. Nicht nur dort fühlt er sich dem Dramatiker Bertolt Brecht nah, der Nazi-Deutschland 1933 verließ.

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Antonio Ablon zitiert Otto Wels

Weil sich der philippinische Bischof Antonio Ablon für die Menschenrechte engagierte, erhielt er Morddrohungen. Seit 2019 lebt er in Deutschland. Er hat ein Zitat des von den Nazis ins Exil gezwungenen Politikers Otto Wels ausgewählt.

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Zohre Esmaeli zitiert Mascha Kaléko

Zohre Esmaeli ist Model, Unternehmerin und soziale Aktivistin. Als Jugendliche floh sie mit ihren Eltern aus Afghanistan. Esmaeli stellt ein Zitat der Dichterin Mascha Kaléko vor, die 1938 vor den Nationalsozialisten in die USA flüchtete.

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Omid Rezaee zitiert Lion Feuchtwanger

Der iranische Journalist Omid Rezaee erkennt sich in einem Zitat des deutsch-jüdischen Schriftstellers Lion Feuchtwanger wieder, der Anfang der 1930er Jahre vor den Nazis aus Deutschland flüchtete.

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