X

Meldung

»Ältere fragen nach dem tatsächlichen Nutzen von Technik«

Was die Deutschen von Roboterautos, Smart Homes und der zunehmenden Digitalisierung des Alltags halten, zeigt das Technikradar von acatech – Deutsche Akademie für Technikwissenschaften und Körber-Stiftung. Die Unterschiede zwischen Jung und Alt erläutert Studienleiterin Cordula Kropp von der Universität Stuttgart.

Dass ältere Menschen nicht grundsätzlich technikscheuer sind als die Jüngeren, zeigen aktuelle Befunde des TechnikRadar 2018. »Auch viele Ältere sind Technikfans und legen Wert darauf, stets die neuesten Geräte zu besitzen«, sagt Cordula Kropp, Soziologin vom Zentrum für Interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung der Universität Stuttgart und wissenschaftliche Leiterin der Studie im Interview mit der Wissenschaftsjournalistin Lilo Berg.

»Insgesamt ist aber die Ambivalenz gegenüber technischen Lösungen im fortgeschrittenen Alter stärker ausgeprägt als bei Jüngeren. Simplen Verheißungen durch Technik begegnet man mit größerer Skepsis und stellt den tatsächlichen Nutzen in den Vordergrund. Die von uns befragten Über-65-Jährigen betrachten Technik etwas kritischer. Sie sind vergleichsweise anspruchsvoller als die Jüngeren und wollen mitreden. Bei konkreten Technologien, von denen sie in absehbarer Zeit betroffen sein könnten, wie zum Beispiel beim Einsatz von Robotern in der Pflege, kommt es älteren Befragten sehr darauf an, wie genau die Technologie eingesetzt wird.

Mit den Möglichkeiten der Digitalisierung gehen Frauen und Männer in dieser Altersgruppe sehr unterschiedlich um: »Das beginnt schon beim Besitz und der Nutzung digitaler Endgeräte. In der jüngsten Altersgruppe nutzen praktisch alle Smartphone & Co., in der mittleren Altersgruppe gilt das für die meisten. Bei den Älteren geht die Entwicklung auseinander: Während nur 40 Prozent der Frauen von häufiger Nutzung berichten, sind es bei den Männern fast 70 Prozent.«

Zum Interview


to top