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Welches Europa wollen wir? Mit Ulrike Guérot, Navid Kermani und Janusz Reiter.

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Die Idee

Mit ihrem Fokusthema »Der Wert Europas« leistet die Körber-Stiftung einen Beitrag zur Debatte über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des europäischen Projekts. Ein besonderes Augenmerk richtet sie dabei auf die Frage, wie eine neue Spaltung entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs vermieden werden kann. Absicht dieser Dialogarbeit ist es, Akteure in Politik und Gesellschaft zu stärken, die sich für eine gemeinsame Vision des europäischen Projekts einsetzen.

Zielsetzung

Der Fall des Eisernen Vorhangs, die Wiedervereinigung Deutschlands und die Ost-Erweiterung der EU waren wichtige Schritte auf dem Weg zur Überwindung der europäischen Teilung. Doch ein Vierteljahrhundert nach der Zeitenwende von 1989 droht Europa eine neue Spaltung: politisch, gesellschaftlich und kulturell driften west- und mittelosteuropäische Staaten auseinander. Unterschiedliche Auffassungen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, aber auch von Souveränität, Solidarität, gesellschaftlicher Ordnung und der eigenen Geschichte stellen das europäische Einigungswerk vor eine Zerreißprobe. Absetzungsbewegungen in anderen Teilen Europas und nicht zuletzt der Brexit werfen zusätzliche Bruchlinien auf. Ein gemeinsames Verständnis davon, was den Wert Europas ausmacht, scheint abhandengekommen zu sein.

Die Körber-Stiftung ist überzeugt:

  • dass der Weg der Annäherung und des Zusammenwachsens, der mit der Wiedervereinigung zwischen West- und Osteuropa 1989 begann und in der Ost-Erweiterung der EU besonderen Ausdruck fand, fortgesetzt werden sollte;
  • dass es eines intensiveren Dialogs mit den mittelosteuropäischen EU-Mitgliedstaaten über Europas Wert und Werte und über die Zukunft der europäischen Integration bedarf;
  • dass die offene, liberale und demokratische Gesellschaftsordnung eine Errungenschaft darstellt, die es in Europa zu verteidigen gilt.

Mit ihrem Fokusthema »Der Wert Europas« leistet die Körber-Stiftung einen Beitrag zur Debatte über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des europäischen Projekts. Vor dem Hintergrund der deutschen Teilungserfahrung richtet sie dabei ein besonderes Augenmerk auf die Frage, wie eine neue Spaltung entlang des ehemaligen »Eisernen Vorhangs« vermieden werden kann. Dafür wendet sich die Stiftung Herausforderungen der europäischen Integration, der Außen- und Sicherheitspolitik ebenso zu wie historischen Wurzeln aktueller Konflikte. Auch sind Fragen von politischer Kultur, Geschichtspolitik, Identität und Werten sowie Perspektiven der Zusammenarbeit auf staatlicher, supranationaler und zivilgesellschaftlicher Ebene zentral für das Fokusthema. Die Partner in diesem Dialog sind gesellschaftliche Vordenker, (außen)politische Entscheidungsträger und Multiplikatoren grenzübergreifender Verständigung. Besonders wichtig ist es der Körber-Stiftung dabei, Vertreter der nächsten Generation miteinander in den Austausch zu bringen.

Ziel dieser Dialogarbeit ist es, unterschiedliche Sichtweisen und Wertvorstellungen zu benennen und Gemeinsamkeiten zu identifizieren. Die Körber-Stiftung will in Politik und Gesellschaft Akteure stärken, die sich für eine gemeinsame Vision des europäischen Projekts einsetzen. Damit setzt sie ein Zeichen gegen Spaltungstendenzen und Fliehkräfte und leistet einen Beitrag zum Zusammenhalt Europas.

»Der Wert Europas« ist das aktuelle Fokusthema im Handlungsfeld »Internationale Verständigung«.

Aktuelles


Meldung

Was bewegt junge Europäer mit Blick auf die anstehenden Europawahlen? Welches Bild zeichnen sie aus der Perspektive von kleinen und großen Mitgliedsländern, aus Ost- und Westeuropa oder von Beitrittskandidaten? Eine Serie auf dem EUSTORY History Campus sammelt Wünsche, Sorgen und Erwartungen an die Zukunft des europäischen Projekts.

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Meldung

30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kehren die alten Machtkämpfe in die internationale Politik zurück. Welche Lehren hält die Geschichte der europäischen Wiedervereinigung für die sicherheitspolitischen Herausforderungen Europas bereit? Darüber sprach die Historikerin Mary Elise Sarotte zum Auftakt des Körber History Forums.

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Mehr zu: Geschichte Europa

Meldung

Viele verbinden mit der Europäischen Union positive Werte wie Demokratie, Frieden und Wohlstand. Was fällt Dir zu Europa ein? Zusammen mit der Plattform Debating Europe startet die Körber-Stiftung im Vorfeld der Europawahlen eine Online-Diskussion. Sie möchte damit zu einem Austausch zwischen europäischen Entscheidungsträgern und Bürgern anregen.

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Meldung

Vor fünfzehn Jahren traten die ehemaligen Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen der Europäischen Union bei. Wie lässt sich die Entwicklung des Baltikums seit der politischen Wende charakterisieren und welche Bedeutung hat die Region heute für die EU? Der estnisch-kanadische Politikwissenschaftler Andres Kasekamp gibt Antworten.

 

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Meldung

Wenige Wochen vor der Europawahl erhält die Frage nach dem »europäischen Narrativ« neue Brisanz. Die Erzählung von Europa als Friedensprojekt verfange nicht mehr, meint Nora Müller, Körber-Stiftung, in einem Gastbeitrag auf faz.net. Dabei sei die Union unsere einzige Chance, im globalen Wettbewerb zwischen Amerika, China und Russland zu bestehen.

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Meldung

Die ungarische Oppositionelle Anikó Parocai von der liberalen Partei Momentum ist enttäuscht vom Entschluss der Europäischen Volkspartei, Viktor Orbáns Partei Fidesz nur zu suspendieren. Im Gespräch mit der Körber-Stiftung wirft sie EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber vor, seine Ambitionen über die europäischen Werte zu stellen.

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Kontakt

Florian Bigge
Fokusthemenmanagement
Handlungsfeld »Internationale Verständigung«

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 180
E-Mail bigge@koerber-stiftung.de
Twitter KoerberIV

Nora Müller
Leitung Bereich Internationale Politik
Leitung Hauptstadtbüro Berlin

Telefon +49 • 30 • 206 267 - 60
E-Mail mueller@koerber-stiftung.de
Twitter muellernora

Gabriele Woidelko
Leitung Bereich Geschichte und Politik

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 160
E-Mail woidelko@koerber-stiftung.de
Twitter Woidelko

Bereich Geschichte und Politik auf Twitter

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Magazin


 
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Welches Europa wollen wir?

Die EU ist bei ihren Bürgern so beliebt wie noch nie. Zugleich erstarken allerorts populistische Strömungen, die sich in ihrer Europakritik einig sind. Wie ist das zu erklären? Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, der Schriftsteller Navid Kermani und der polnische Diplomat Janusz Reiter diskutieren über Gegenwart und Zukunft Europas. weiter



 
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Körber Debate: Osteuropa – Demokratie in Gefahr?

Umstrittene Justizreformen, restriktive Mediengesetze, Zivilgesellschaften unter Druck: Die EU verfolgt den Kurs der Regierung in Warschau mit Sorge. Sollte Brüssel sich illiberalen Tendenzen entschiedener entgegenstellen oder sich aus den inneren Angelegenheiten der Mitgliedstaaten heraushalten? Darüber debattieren Dietmar Nietan von der Deutsch-Polnischen Parlamentariergruppe und Marek Cichocki vom Natolin European Center in Warschau. weiter



 
Interview

»Die Wissenschaft leidet unter dem Kulturkampf in Ungarn«

Seitdem die ungarische Regierung im Sommer 2017 den politischen Druck auf die international anerkannte Central European University in Budapest erhöhte, ist der Versuch der politischen Vereinnahmung von Wissenschaft europaweit zum Thema geworden. Zuletzt wurde auch die ungarische Akademie der Wissenschaften zum Ziel offener Kritik der Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán. Wie brüchig ist die Freiheit von Lehre und Forschung, wenn diese als politische Gefahr wahrgenommen wird? Die ungarische Soziologin Éva Kovács gibt Einblick in die aktuellen Auseinandersetzungen in ihrem Heimatland. weiter



 
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Feindbild Brüssel? Ungarn und die EU

15 Jahre nach dem Beitritt zur Europäischen Union sieht Ungarn sich dem Vorwurf ausgesetzt, die EU mit einer Anti-Brüssel-Koalition schwächen zu wollen. Wie sieht Budapest die Zukunft des europäischen Projekts? Darüber diskutieren Judit Varga, ungarische Staatsministerin für EU-Beziehungen, und Thorsten Benner, Mitbegründer und Direktor des Global Public Policy Institute, mit Elisabeth von Hammerstein, Körber-Stiftung. weiter


Mehr zu: EU Osteuropa

 
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Polens Außenminister Jacek Czaputowicz äußert sich zu Europa

Der polnische Außenminister Jacek Czaputowicz war zu Gast im Berliner Büro der Körber-Stiftung. Dabei beantwortete er vier Fragen im Hinblick auf Europa: Was sind für Sie die gemeinsamen europäischen Kernwerte? Was sind die derzeitigen Trennungslinien? Wenn Sie könnten, was würden Sie in der EU ändern? Was ist ihre Vision von Europa in zehn Jahren? weiter



 
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Kein Sonderzug nach Moskau? Deutsche Ostpolitik im europäischen Kontext

Seit Beginn des Ukraine-Konflikts kriselt es zwischen Russland und seinen europäischen Nachbarn. Wie sollte eine verantwortungsvolle Ostpolitik heute aussehen? Was lehren uns die Erfahrungen der Vergangenheit? Das diskutierten die Bundestagsabgeordneten Franziska Brantner, Katja Kipping und Alexander Graf Lambsdorff sowie Hamburgs Erster Bürgermeister a. D. Klaus von Dohnanyi im KörberForum. weiter


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