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Den digitalen Wandel selbst gestalten

In Kooperation mit der Körber-Stiftung setzt das Internationale Sommerfestival auf Kampnagel, das vom 10. bis 28. 2016 August stattfand, die emanzipatorischen Potenziale, aber auch die politischen Abgründe der Digitalisierung auf die Agenda. Unter dem Schwerpunkt »Digital Empowerment And Artistic Strategies« vermittelten Künstler/innen, Hacker/innen und Aktivist/innen in Workshops, Lectures und Performances Strategien, um den digitalen wieder stärker zu einem selbstbestimmten Raum zu machen.

Zum Auftakt des Schwerpunktes am 17. August rief die Initiative »Code for Hamburg« einen »Digital Refugee Day« aus. Gemeinsam mit Geflüchteten und Organisationen wollte sie herausfinden, wie digitale Produkte helfen können, Sach- und Zeitspenden besser zu koordinieren. In einem Handybauworkshop am 19. August gab es in einem temporären Fab Lab auf dem Festivalgelände die Möglichkeit, unter professioneller Anleitung ein funktionstüchtiges Mobiltelefon herzustellen. Wem die gewaltigen Datenmengen gehören, die täglich in Hamburg anfallen und was man damit alles anstellen könnte, war Thema einer Podiumsdiskussion am 20. August mit Theresa Grotendorst, Jugend hackt, Christian Heise, Open Knowledge Foundation und Eike Richter, Leitstelle Digitale Stadt Hamburg. Am selben Tag erläuterten Vertreter der Initiative Freifunk, wie man selbstverwaltete, lokale Computernetzwerke zur anonymen Kommunikation jenseits kommerzieller WLAN Hot Spots zusammenschließt. Aber auch zahlreiche Medienkünstler näherten sich dem Themenschwerpunkt: So zeigte der Amerikaner Adam Harvey, wie man mit softwaregestützten Schmink- und Styletechniken die automatisierte Gesichtserkennung austrickst. Und das schweizerisch-österreichisch-amerikanische Medienkunstduo Ubermorgen zeigte in ihrem Projekt »Google will eat itself«, wie sie z.B. automatisierte Einnahmen aus dem Werbeprogramm von Google generieren, um damit Google Aktien zu kaufen.

In Zusammenarbeit mit der Körber-Stiftung vergab das Sommerfestival auch wieder Stipendien an junge Studierende der Kunst-, Kultur- und Theaterwissenschaft. Neben den Aufführungen gewannen sie in Gesprächen mit Künstler/innen, Workshops und Probenbesuchen einen Eindruck von den Arbeitsabläufen des Internationalen Sommerfestivals. Ihre Eindrücke teilten sie als »Archiv des Wissens« in diesem Jahr über eine animierte Bilderwand im Kampnagel-Foyer, die man vor Ort und online unter GIF.ag besuchen konnte.

Das Programm des Schwerpunkts
»Digital Empowerment and Artistic Strategies« im Überblick


Das Programmheft des gesamten Festivals mit Timetable (PDF)

Kontakt

Julia André
Leitung Bereich Bildung
Leitung Fokusthema »Digitale Mündigkeit«

Telefon 49 • 40 • 80 81 92 - 149
E-Mail andre@koerber-stiftung.de

Digitale Mündigkeit auf Twitter

Presse

Lisa Schachner
Fokusthemenmanagement
Handlungsfeld »Innovation«

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 175
E-Mail schachner@koerber-stiftung.de

Handlungsfeld

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