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Fokusthema

Europa zusammenhalten

Die Coronapandemie stellt die Europäische Union vor die »größte Bewährungsprobe seit ihrem Bestehen« (Angela Merkel). Bereits vor der Ausbreitung des Virus haben unterschiedliche Auffassungen von Solidarität, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Souveränität und dem Umgang mit der eigenen Geschichte den Zusammenhalt der EU bedroht. In der aktuellen Krise werden bestehende Gräben tiefer, neue Konflikte brechen auf.

Die Körber-Stiftung möchte in einer Zeit existenzieller Herausforderungen mit ihrem Fokusthema »Europa zusammenhalten« zur Belebung des europäischen Gemeinschaftssinns beitragen. Mit Blick auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 legen wir ein besonderes Augenmerk auf den Beitrag Deutschlands.

Die Körber-Stiftung gibt im Dialog mit Partnerinnen und Partnern in Politik und Gesellschaft Impulse zur Debatte

  • wie Zusammenhalt, Handlungsfähigkeit und Legitimität der EU trotz tiefgreifender Differenzen zwischen den Mitgliedstaaten gestärkt werden können
  • wie Grundwerte der EU, vor allem Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, geschützt werden können
  • welche Lehren für die Bewältigung der aktuellen Krise aus der Geschichte der europäischen Integration gezogen werden können
  • wie Wege aus der Krise und (wirtschaftlicher) Wiederaufbau wirksam und gemeinschaftlich gestaltet werden können.

Mit Blick auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 möchten wir ein besonderes Augenmerk auf den Beitrag Deutschlands legen.

Hintergrund

Mit ihrem Fokusthema »Europa zusammenhalten« leistet die Körber-Stiftung einen Beitrag zur Debatte über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des europäischen Projekts. Dafür wendet die Stiftung sich Herausforderungen der europäischen Integration, der Außen- und Sicherheitspolitik ebenso wie historischen Wurzeln aktueller Konflikte zu. Auch Fragen von politischer Kultur, Geschichtspolitik, Identität und Werten sowie Perspektiven der Zusammenarbeit auf staatlicher, supranationaler und zivilgesellschaftlicher Ebene sind zentral für das Fokusthema.

Die Partnerinnen und Partner in diesem Dialog sind gesellschaftliche Vordenker, (außen)politische Entscheidungsträger und Multiplikatoren grenzübergreifender Verständigung. Besonders wichtig ist es der Körber-Stiftung dabei, Vertreter der nächsten Generation miteinander in den Austausch zu bringen.

Ziel dieser Dialogarbeit ist es, unterschiedliche Sichtweisen und Wertvorstellungen zu benennen und Gemeinsamkeiten zu identifizieren. Die Körber-Stiftung will in Politik und Gesellschaft Akteure stärken, die sich für eine gemeinsame Vision des europäischen Projekts einsetzen.

»Europa zusammenhalten« ist das aktuelle Fokusthema im Handlungsfeld »Internationale Verständigung«.

Mit Europa zusammen: Kampagne

Schon seit langem führen wir alle eine solide Beziehung zu Europa. In den letzten Jahren steht unsere Beziehung immer stärker auf dem Prüfstand. Höchste Zeit, dass wir an der Beziehung arbeiten! Die Körber-Stiftung möchte mit einer Europa-Kampagne das abstrakte Europa greifbarer machen. Dabei suchen wir das vertrauensvolle Gespräch und aktivieren zur Auseinandersetzung.

Nichts bereichert eine Debatte mehr als unterschiedliche Sichtweisen. Wir gestalten ein Dialogformat, das Menschen mit verschiedenen Hintergründen, Themenschwerpunkten und gesellschaftlichem sowie politischem Engagement über Europa miteinander ins Gespräch bringt.

Unser dritter Live-Talk findet am 19.11.2020 um 19:00 Uhr live auf unserem Instagram-Kanal statt. Trixi Steil von unserem EUSTORY-Netzwerk und Peimaneh Yaghoobifarah vom Instagram-Account »erklär mir mal« fragen sich: »Sag mal, Europa: Wo bleibt denn deine Entschlossenheit?«.

Unser zweiter Live-Talk findet am 04.11.2020 um 18:00 Uhr live auf unserem Instagram-Kanal statt. Delara Burkhardt, Abgeordnete im EU-Parlament, und Liliana aus unserem EUSTORY-Programm fragen sich: »Sag mal, Europa: Liegt dir noch was an unserem Klima?«.

Unser erster Live-Talk mit Claudia Gamon, österreichische Politikerin und EU-Abgeordnete, und Sophie von der Tann, News-WG und BR-Hauptstadtstudio, fand am 12. Oktober statt. Die Aufzeichnung ist weiterhin auf dem Instagram-Kanal der Körber-Stiftung abrufbar.

Podcast

Was kann die EU gegen Klimawandel, verschlafene Digitalisierung oder Jugendarbeitslosigkeit tun – und wo trägt sie vielleicht auch eine Mitschuld? Im Podcast »Was die EU mit uns zu tun hat« geht es um Fragen, die wirklich alle etwas angehen.

zum Podcast

»EU-Ratspräsidentschaft: Debating Europe«

Wie stärken wir den Zusammenhalt?

Deutschland hat die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Die Erwartungen sind hoch. Und die großen Herausforderungen können nicht mehr von einzelnen Nationalstaaten gelöst werden. Vielmehr brauchen sie ein Europa, dass sich einig ist. Wie können wir den Zusammenhalt in Europa also stärken? Unsere Debatte vom 1. Juli in Kooperation mit Debating Europe. Mit Damian Boeselager, Partei Volt, Elisabeth von Hammerstein, Körber-Stiftung und Kiran Klaus Patel, Historiker.


 

Was bedeutet europäische Solidarität?

Unsere Debatte mit den User/innen auf Debating Europe.

zur Debatte

Aktuelle Veranstaltungen zum Fokusthema

Donnerstag, 24.09.2020 | 19.00
Diskussion

Next Generation EU: Herausforderungen für Europas Zukunft

Wirtschaftliche Rezession, steigende Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung – die Liste der Probleme Europas ist seit Ausbruch der Corona-Pandemie noch länger geworden. Mit einem gigantischen Wiederaufbaupaket und dem frisch verabschiedeten Haushalt möchte die EU die akuten...

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Montag, 28.09.2020 | 19.00
Streitgespräch

Körber Debate: Sollte die EU dauerhaft gemeinsame Schulden aufnehmen?

Zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise nimmt die EU erstmals gemeinsame Schulden auf. Diese Maßnahme ist zeitlich beschränkt und an Konditionen gebunden. Braucht die EU sogar dauerhaft gemeinschaftliche Schulden, um Fliehkräften entgegenzuwirken? Oder wäre...

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Verbindungen zwischen Gestern und Heute

History & Politics - Podcast

Über die Verbindungen zwischen Gestern und Heute informiert History & Politics, der Audio-Podcast der Körber-Stiftung zu Geschichte und Politik.

Überblick

Staaten verschulden sich seit jeher, um ihre Aufgaben zu finanzieren. Doch: Welche Schulden gelten als legitim? Wer kann das entscheiden? Und was genau hat es auf sich mit dem aktuellen Corona-Hilfspaket der Europäischen Union, zu dem auch die Bereitschaft gehört, gemeinsam Schulden zu machen?

zur Folge

Welche Bedeutung hatten und haben unterschiedliche Interpretationen der Geschichte für das Verhältnis zwischen Großbritannien und der EU? Und hat Churchill für europäischen Zusammenhalt und europäische Integration plädiert?

zur Folge

Kann Europa seine Jugend zurückgewinnen?

Was muss getan werden, damit Europas Jugend den Wert der EU nicht in Frage stellt? Die politischen Entscheidungsträger müssen Mut, Solidarität und Visionen zeigen. Ein Plädoyer von Elisabeth von Hammerstein, Körber-Stiftung, Claudia Gamon, österreichische Politikerin, und Yana Ehm, italienische Politikerin.

Beitrag auf Project Syndicate

Digitalisierung geregelt kriegen

Wie kann Europa seinen Platz in einer digitalen Welt finden? Indem es sich auf seine Stärken besinnt und Allianzen mit Gleichgesinnten schließt. Ein Plädoyer für mehr europäisches Selbstbewusstsein von Elisabeth von Hammerstein, Körber-Stiftung, und Claudia Huber, Alfred Herrhausen Gesellschaft.

Beitrag auf Internationale Politik

Deutschlands historische Verantwortung für Belarus

Mehr als ein Viertel der Bevölkerung von Belarus fiel während des Zweiten Weltkriegs der deutschen Besatzung zum Opfer. In einem Gastbeitrag für Zeit Online erläutert Gabriele Woidelko, Leiterin des Bereichs Geschichte und Politik, was daraus für die aktuelle deutsche Außenpolitik erwächst.

Beitrag auf www.zeit.de

Wir müssen vorbereitet sein

Mit der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 entstehen neue Gefahren, die Europas Sicherheitsinteressen im Kern betreffen. Sie kämen zu den bereits bekannten sicherheitspolitischen Risiken hinzu, meint Nora Müller, Körber-Stiftung. über die neue Bedrohungslage durch die Viruspandemie auf Zeit Online.

Beitrag auf www.zeit.de

Deutschland als Krisenmanager Europas

In 100 Tagen beginnt die deutsche Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union. Es wird ein besonderer Vorsitz sein, nämlich der erste nach dem Ausbruch der weltweiten Corona-Pandemie. Welche besonderen Aufgaben sich Deutschland stellen muss, beschreiben Elisabeth von Hammerstein und Ronja Scheler, Körber-Stiftung, im Tagesspiegel.

Beitrag auf www.tagesspiegel.de

Wie steht Deutschland zur EU?

18.5.2020: Sonderausgabe des Berlin Pulse 

Die Publikation »The Berlin Pulse« der Körber-Stiftung stellt internationale Erwartungen hochrangiger Autorinnen und Autoren an deutsche Außenpolitik den außenpolitischen Einstellungen der Deutschen auf Basis einer repräsentativen Umfrage gegenüber. Unter den Autor/innen der Sonderausgabe sind die frühere spanische Außenministerin, Ana Palacio, der frühere Generaldirektor der Welthandelsorganisation, Pascal Lamy, sowie Expert/innen und politische Entscheidungsträger/innen aus China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel und den USA.

Alle Ergebnisse, Tabellen und Grafiken online verfügbar unter: www.theberlinpulse.org

Aus dem Inhalt

Die einzelnen Animationen können Sie jeweils über den Play-Button starten.

Meldungen

– Meldung

Die Beziehungen zwischen Großbritannien und Deutschland haben eine lange Geschichte von enttäuschten Erwartungen. Die Historikerin Helene von Bismarck skizziert, warum die Brexit-Verhandlungen während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft diese Vergangenheit berücksichtigen sollten.

weiter

– Meldung

Zum Auftakt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in einer Zeit außergewöhnlicher Herausforderungen lud die Körber-Stiftung den preisgekrönten Historiker Philipp Ther zu einer Online-Debatte über die Vergangenheit und die aktuelle Verfassung der Gemeinschaft ein.

weiter

– Meldung

Mit Blick auf die Geschichte der EU spricht Aleida Assmann, Kulturhistorikerin und Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels, über Quellen für den europäischen Zusammenhalt sowie aktuelle Bruchlinien. Auch erklärt sie, warum es dringend einen neuen Nationenbegriff braucht.

weiter

– Meldung

Die Corona-Pandemie hat die Europäische Union schwer getroffen. Im Angesicht der Krise erlebte die Union ihre »Stunde der Wahrheit«. Der 173. Bergedorfer Gesprächskreis ging der Frage auf den Grund, welche politischen und wirtschaftlichen Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Auswirkungen der Corona-Krise abzumildern.

weiter

– Meldung

Vor der EU-Ratspräsidentschaft durch Deutschland und der Schlussphase der Brexit-Verhandlungen lud die Körber-Stiftung Experten aus ganz Europa zu einem History and Politics Dialogue mit der Sozial- und Politikwissenschaftlerin Sophia Gaston, Direktorin der British Foreign Policy Group, und der Historikerin Helene von Bismarck ein.

weiter

– Meldung

Anfang Juli beginnt die deutsche Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union. Warum es ein besonderer Vorsitz sein wird und welche Aufgaben Deutschland angehen muss, beschreibt Ana Palacio, von 2002 bis 2004 spanische Außenministerin, in einem Gastbeitrag für The Berlin Pulse.

weiter

Kontakt

Nora Müller
Leitung Bereich Internationale Politik
Leitung Hauptstadtbüro Berlin

+49 • 30 • 206 267 - 60
mueller@koerber-stiftung.de
Twitter @muellernora

Gabriele Woidelko
Leitung Bereich Geschichte und Politik

+49 • 40 • 80 81 92 - 160
woidelko@koerber-stiftung.de
Twitter @Woidelko

Twitter @KoerberGP

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Magazin


Foto: Patricia Morosan
Interview

»Europa ist unsere gemeinsame Heimat«

Die Körber-Stiftung traf die ehemalige lettische Staatspräsidentin Vaira Vīķe-Freiberga in Berlin am Rande der Veranstaltung »Der Wert Europas. 30 Jahre nach dem Mauerfall«. Im Interview spricht sie über den Populismus in Europa, ihre Auffassungen von Identität und Heimat, den EU-Beitritt Lettlands und die Zeit nach dem Fall des Eisernen Vorhangs.



Video

Körber Debate: Osteuropa – Demokratie in Gefahr?

Umstrittene Justizreformen, restriktive Mediengesetze, Zivilgesellschaften unter Druck: Die EU verfolgt den Kurs der Regierung in Warschau mit Sorge. Sollte Brüssel sich illiberalen Tendenzen entschiedener entgegenstellen oder sich aus den inneren Angelegenheiten der Mitgliedstaaten heraushalten? Darüber debattieren Dietmar Nietan von der Deutsch-Polnischen Parlamentariergruppe und Marek Cichocki vom Natolin European Center in Warschau.



Foto: David Ausserhofer
Interview

»Die Wissenschaft leidet unter dem Kulturkampf in Ungarn«

Seitdem die ungarische Regierung im Sommer 2017 den politischen Druck auf die international anerkannte Central European University in Budapest erhöhte, ist der Versuch der politischen Vereinnahmung von Wissenschaft europaweit zum Thema geworden. Zuletzt wurde auch die ungarische Akademie der Wissenschaften zum Ziel offener Kritik der Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán. Wie brüchig ist die Freiheit von Lehre und Forschung, wenn diese als politische Gefahr wahrgenommen wird? Die ungarische Soziologin Éva Kovács gibt Einblick in die aktuellen Auseinandersetzungen in ihrem Heimatland.



Video

Feindbild Brüssel? Ungarn und die EU

15 Jahre nach dem Beitritt zur Europäischen Union sieht Ungarn sich dem Vorwurf ausgesetzt, die EU mit einer Anti-Brüssel-Koalition schwächen zu wollen. Wie sieht Budapest die Zukunft des europäischen Projekts? Darüber diskutieren Judit Varga, ungarische Staatsministerin für EU-Beziehungen, und Thorsten Benner, Mitbegründer und Direktor des Global Public Policy Institute, mit Elisabeth von Hammerstein, Körber-Stiftung.



Video

Welches Europa wollen wir?

Die EU ist bei ihren Bürgern so beliebt wie noch nie. Zugleich erstarken allerorts populistische Strömungen, die sich in ihrer Europakritik einig sind. Wie ist das zu erklären? Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, der Schriftsteller Navid Kermani und der polnische Diplomat Janusz Reiter diskutieren über Gegenwart und Zukunft Europas.



Video

Europa erinnert an den Holocaust

Die Erinnerung an den Holocaust verbindet und spaltet Europa zugleich. Wie unterscheidet sich das Gedenken und wie verändern sich Europas Erinnerungskulturen? Der Historiker Dan Diner und die ukrainisch-deutsche Schriftstellerin Katja Petrowskaja diskutieren darüber, wie ein gemeinsames Gedenken gelingen kann.


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