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Eine bis hundert Stunden für die Natur

Dagmar Meske, wieviel Lebensarbeitszeit sollte jemand zu verschenken haben, der beim NABU etwas für die Natur tun möchte?

Von einer bis hundert Stunden ist alles drin. Es ist möglich, einmalig für ein paar Stunden vorbeizukommen, um eine Wiese zu pflegen oder einen Bach zu renaturieren. Oder man steigt richtig in den Naturschutz ein: Längere Projekte, Pressearbeit machen oder bei der Vereinsarbeit Verantwortung übernehmen. Wir freuen uns über jedes Engagement. Egal, ob zweimal im Jahr oder jede Woche.

Und konkret, wie kann man loslegen?

Wir haben alleine in Hamburg 19 Stadtteilgruppen. Das einfachste ist, sich einer dieser Gruppen anzuschließen oder bei einzelnen Aktionen mitzumachen. Wenn die eine Gruppe nicht passt, kann man auch in die Nachbargruppe wechseln. Wie man möchte und wie es sich gut anfühlt.

Was haben Sie selbst schon alles beim NABU gemacht?

Oh, vieles! Wir haben zum Beispiel Frösche in Eimern über eine befahrene Straße getragen. Das war wunderbar, weil wir diesen Tieren damit das Leben gerettet haben. Wir haben Flächen gepflegt, damit dort wieder Heide wachsen kann und sie nicht einfach zuwachsen. Dafür habe ich sogar den Schein für eine Motorsense gemacht.

Motorsensen, Frösche tragen und Papierkram erledigen

Darauf wäre ich sonst nie gekommen und das bringt mir inzwischen richtig viel Spaß! Wenn man dann Jahre später sieht, wie viele Insekten wieder auf solchen »geretteten« Flächen wohnen: ein schönes Gefühl! Aber ich schreibe auch Protokolle bei Sitzungen, organisiere Treffen und bin inzwischen für die Ehrenamtlichen im NABU zuständig. Und natürlich gehen wir auch immer wieder auf Demonstrationen, wenn es gilt, die Natur zu schützen.

Was bedeutet Ihnen Ihr Ehrenamt beim NABU?

Ich habe das Gefühl etwas wirklich Sinnvolles zu tun. Unser Ziel ist es, den Zustand der Natur direkt um die Ecke zu verbessern oder wenigsten zu erhalten. Meine Arbeit hat meinen Blick verändert. Ich sehe jetzt, wie die Grünflächen in der Stadt weniger werden und gucke kritischer hin. Dürfen die Leute da drüben einfach über die Wiese laufen? (lacht) Ich arbeite meist im Duvenstedter Brook - ein wunderschönes Naturschutzgebiet.

Wie sind Sie selbst darauf gekommen, sich beim NABU zu engagieren?

Ich wollte meine Freizeit nicht vor dem Fernseher verbringen, sondern mit anderen Menschen zusammen etwas Sinnvolles tun. Neben meiner Arbeit als Sachbearbeiterin in einer Anwaltskanzlei, hatte ich dafür noch Zeit und Energie übrig. Ich war dann mit einer

Zusammen Sinnvolles tun

Freundin auf einem Fest des NABU. Und dort haben wir beide gleich unsere Beitrittserklärungen unterschrieben. Durch mein Ehrenamt beim NABU habe ich sehr viele Menschen kennengelernt. Freundschaften sind entstanden und ich habe immer viel zu tun. Am liebsten würde ich noch viel mehr ehrenamtlich machen, aber dafür reicht meine Zeit leider nicht.

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Kontakt

Karin Haist
Bereichsleiterin

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 165
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E-Mail haist@koerber-stiftung.de

Presse

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Pressereferentin

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Telefax 040 / 80 81 92 - 304
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