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Themen > Neues Leben im Exil
  • Das Redaktionsteam von Amal, Hamburg! berichtet zuverlässig und aktuell: Jalal Hussaini, Nilab Langar, Abbas Al Deiri und Mutaz Enjila (v.l.)
  • - Meldung

    Nachrichtenplattform »Amal« knackt die 100.000er-Marke an Facebook-Abonnenten

    Die Nachrichtenangebote Amal, Hamburg! und Amal, Berlin! informieren Menschen auf Arabisch und Persisch über das kulturelle, politische und gesellschaftliche Leben in Hamburg, Berlin und ganz Deutschland. Gemeinsam haben sie nun mehr als 100.000 Abonnenten auf Facebook.

    Mit Beginn der Corona-Krise kristallisierte sich immer mehr heraus, dass glaubwürdige Nachrichten von enormer Bedeutung für Geflüchtete sind. Dies bietet Amal, dessen Mitarbeitende Exil-Journalistinnen und Exil-Journalisten aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und Ägypten sind. Aus eigener Erfahrung ist ihnen die Relevanz freier und seriöser Medien bewusst. »Unsere Leserinnen und Leser vertrauen uns«, sagt Amal-Redakteur Mutaz Enjila. »Sie wissen, dass wir unsere Quellen überprüfen und sie zuverlässig informieren. Wir berichten in ihrer Muttersprache. Das macht es einfacher zu verstehen, was passiert.«

    Besonders oft geklickt wurden Meldungen zu dem aktuellen Stand der Corona-Krise. Dabei ging es unter anderem um die vielfältigen Folgen von Corona und Proteste gegen die geltenden Regelungen. Vor allem die untertitelten Reden der Bundeskanzlerin Angela Merkel und vom Ersten Bürgermeister von Hamburg, Peter Tschentscher, waren ein Erfolg. Die Rede der Bundeskanzlerin hatte mehr als 450.000 Aufrufe. Auch im Zusammenhang mit Migration wurde Corona thematisiert, beispielsweise an dem Fall eines Corona-Ausbruchs in einem Flüchtlingsheim.

    »Die Situation ist für alle sehr schwer. Wir ermutigen die Leute, nicht panisch zu reagieren, sondern erstmal entspannt zu bleiben und sich zu informieren. Dafür ist eine verlässliche Berichterstattung unverzichtbar«, ergänzt Mutaz Enjila.

    Beliebt auf Facebook ist auch das neue Digitalformat »Salon, Amal!«. Dieses bietet Künstlerinnen und Künstlern wöchentlich eine Plattform, ihre kulturelle Vielfalt in Form von Tanz, Musik, Kunst und Literatur, zu präsentieren. »Salon, Amal! ist ein kreativer Wellenschlag im Versuch, die Communities der Geflüchteten aus der Corona-Isolation zu holen. Der Salon ist eine Plattform für Kunst und Ideen und stärkt das Gemeinschaftsgefühl«, sagt Amal-Redakteurin Aora Helmzadeh. Erfolgreichstes Event war das Konzert der Oriental Band aus Hamburg unter der Leitung von Ziad Khawam mit 12.000 Aufrufen.

    Für Theresa Schneider, Programmleiterin Exil bei der Körber-Stiftung, ist Amal ein Türöffner: »Amal leistet einen wichtigen Beitrag, wenn es um die Beteiligung von geflüchteten Menschen am gesellschaftlichen Leben geht. Nur wer weiß, was in der unmittelbaren Umgebung passiert, kann an der Gesellschaft mitwirken. Amal ermöglicht dies und wir freuen uns sehr über die tolle Entwicklung des Projekts.«

    Trotz des Erfolgs ist ans Zurücklehnen nicht zu denken. »Wir machen weiter«, sagt Amal-Redakteurin Nilab Langar. »Unsere Arbeit bleibt wichtig für unsere Leserinnen und Leser, Amal ist Teil von ihrem Alltag. Und wir sind froh, in unserem Beruf arbeiten zu können – und sei es, wie derzeit, coronabedingt aus dem Homeoffice.«

    Wer mehr von den Journalistinnen und Journalisten von Amal lesen möchte, wird im Rahmen des Kooperationsprojekts »Stimmen des Exils« zwischen der Körber-Stiftung und dem Tagesspiegel hier fündig: www.tagesspiegel.de/themen/stimmendesexils/.

    »Amal, Hamburg!« und »Amal, Berlin!« sind Projekte der Evangelischen Journalistenschule und der Körber-Stiftung, unterstützt von der Evangelischen Kirche in Deutschland, dem Hamburger Abendblatt, der Schöpflin-Stiftung, Stiftung Mercator, dem Evangelischen Pressedienst in Norddeutschland und der Ecclesia Versicherungsdienst GmbH.

    Amal, Hamburg!


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