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»Eine Karikatur des Kalten Krieges«

»Die NATO ist ein Militärbündnis« sagt Fyodor Lukyanov, »sie ist nicht dazu da, Demokratie oder Wohlstand zu propagieren«. Der Chefredakteur des renommierten Fachmagazins »Russia in Global Affairs« aus Moskau erklärt, wie eine ausgeglichene Beziehung zwischen der NATO und Russland aussehen könnte. Außerdem blickt er zurück auf die Ereignisse des Jahres 1999 in Jugoslawien, die einen Wendepunkt im Verhältnis beider Parteien markierten.

Der Außenpolitik-Experte erläutert, warum eine neue Militärallianz im Fernen Osten keinen Reiz für Russland darstellt – trotz einiger gemeinsamer Bedrohungen Chinas und Russlands. Währenddessen in Europa: »Die aktuelle Situation ist eine Karikatur des Kalten Krieges«, sagt Lukyanov.

Die Körber-Stiftung hatte die Chance, Fyodor Lukyanov am Rande des 162. Bergedorfer Gesprächskreises zu einem Gespräch zu treffen. Der Gesprächskreis fand vom 10. bis 12. Juli 2016 in Moskau statt.

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