Wie weiter mit NATO, Russland und EU?

Rund 70 Alumni des Munich Young Leaders Netzwerks der Körber-Stiftung und der Münchner Sicherheitskonferenz diskutieren auf ihrem Jahrestreffen in Warschau aktuelle außen- und sicherheitspolitische Herausforderungen.

Die Welt blickt mit Sorge auf die Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Andauernde Wirtschaftssanktionen, Truppenübungen der NATO an der polnisch-russischen Grenze, Putins jüngste Ankündigung, Russlands Kampfbereitschaft zu verstärken: Es herrscht eine politische Eiszeit.

In diesem Klima kommt das westliche Verteidigungsbündnis NATO am 8. und 9. Juli 2016 in Warschau zusammen. Neben den derzeitigen Spannungen könnten Ideen zur NATO-Reform, die Konflikte im Nahen Osten und die Zukunft des NATO-Atomarsenals die Agenda bestimmen.

Wie es weitergehen kann in der angespannten Situation zwischen Russland und seinen europäischen Nachbarn, beschäftigt aktuell auch rund 70 Alumni des Munich Young Leaders Netzwerks aus Polen, Russland, Deutschland, der Ukraine und weiteren europäischen und außereuropäischen Ländern bei ihrem Jahrestreffen in Warschau. Zwei Tage lang diskutieren die jungen Experten aus Regierungen, Parlamenten, Think Tanks, Medien und Unternehmen dort mit hochrangigen polnischen Vertretern über aktuelle Herausforderungen der Außen- und Sicherheitspolitik. Den Auftakt machte der frühere polnische Präsident Aleksander Kwaśniewski, der mit den Teilnehmern Handlungsoptionen in der Außen- und Nachbarschaftspolitik der EU erörterte.

»Wir Polen befinden uns in der Mitte, und unser Hauptaugenmerk liegt darauf, die Europäische Union zu stärken«, sagte Kwaśniewski. Ein »Polexit« stehe nicht zur Debatte, eine Mehrheit der Polen wolle in der EU bleiben. Der Ex-Präsident zeigte sich besorgt über die aktuellen Entwicklungen: »Das 20. Jahrhundert war eine Zeit der Paradigmen, das 21. Jahrhundert ist nun die Zeit der Paradoxe.« Der Brexit, Donald Trump als wahrscheinlicher US-Präsidentschaftskandidat, ständig neue technologische Errungenschaften: Es sei nicht leicht, mit diesem »Chaos« zurechtzukommen.

In den nächsten Tagen geht es bei der Reunion der Munich Young Leaders um innenpolitische Herausforderungen Polens, die Zukunft der NATO und um humanitäre Aspekte der Sicherheitspolitik.

Mehr über die Munich Young Leaders, ihre Positionen zu »Russland in Europa« und ihre Erwartungen für die Zukunft des Dialogs zwischen Russland und seine europäischen Nachbarn lesen Sie in Kürze hier.

 

Fotos: Bartek Sawka

  • Aleksander Kwaśniewski: Der Ex-Präsident begrüßte die Teilnehmer im Warschauer Hotel Bristol    
  • Viele Munich Young Leaders fragten Kwaśniewski nach seiner Meinung zum Ukraine-Konflikt    
  • »Es ist schwer, mit dem Chaos in der heutigen Zeit zurechtzukommen«, sagte Kwaśniewski.    
  • Empfang in der Deutschen Botschaft Warschau    
  • Programmleiterin Janka Oertel (Mitte) im Gespräch mit den Teilnehmern    
  • Botschafter Rolf Nikel hieß die Munich Young Leaders willkommen    
  • Herzliche Atmosphäre in der Botschaft    
  • Botschafter Rolf Nikel mischte sich ebenfalls unter die Teilnehmer    
  • Thomas Paulsen, Vorstand der Körber-Stiftung (l.), wies in seiner Rede auf das aktuelle Fokusthema »Russland in Europa« hin    
  • Kontakt

    Gabriele Woidelko
    Leitung Bereich Geschichte und Politik
    Leitung Fokusthema »Russland in Europa«

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    E-Mail woidelko@koerber-stiftung.de
    Twitter Woidelko

    Russland in Europa auf Twitter

    Nora Müller
    Leitung Bereich Internationale Politik
    Leitung Hauptstadtbüro Berlin

    Telefon +49 • 30 • 206 267 - 60
    E-Mail mueller@koerber-stiftung.de
    Twitter muellernora

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