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KörberKonferenz »Russland in Europa«: Sprecher und Moderatoren

Susanne Beyer

Susanne Beyer ist seit 2015 stellvertretende Chefredakteurin des Spiegel. Nach dem Studium der Germanistik und Geschichte in Bamberg und Wien mit Abschluss Diplom absolvierte Susanne Beyer die Deutsche Journalistenschule in München. Anschließend arbeitete sie beim Bayerischen Rundfunk und war freie Autorin für das »SZ-Magazin«. Im Oktober 1996 kam sie ins Kulturressort des Spiegel, ab Januar 2014 war Beyer stellvertretende Leiterin des Kulturressorts.

Daniel Biskup

Sein Gespür für aktuelle Themen und die Begabung, diese mit wenigen Fotos zu erfassen, haben Daniel Biskup zu einem der profiliertesten deutschen Fotografen gemacht. Wie kein Zweiter hat er den Umbruch in der DDR und der UdSSR dokumentiert. Der Spiegel nennt ihn daher das »Auge der Revolution in Ost-Europa«. Seine Arbeiten werden in Museen wie dem Russischen Museum St. Petersburg oder dem Deutschen Historischen Museum in Berlin gezeigt.

Klaus Brinkbäumer

Klaus Brinkbäumer ist seit 2015 Chefredakteur des Spiegel. Im Anschluss an das Studium an der University of California, Santa Barbara/USA, begann er seine journalistische Laufbahn als Redakteur bei der Abendzeitung in München und ging dann als Chefreporter zum Berliner Kurier. 1993 wechselte Brinkbäumer aus der Focus-Entwicklungsredaktion zum Spiegel, wo er zunächst als Redakteur und dann als Reporter für die Ressorts Sport, Deutschland, Ausland und Gesellschaft arbeitete. Er gewann u.a. den Egon-Erwin-Kisch-Preis, den Henri-Nannen-Preis und den Deutschen Reporterpreis und schrieb Bücher wie »Der Traum vom Leben – Eine afrikanische Odyssee« oder »Die letzte Reise – Der Fall Christoph Columbus«. Nachdem er vier Jahre lang als Korrespondent aus New York berichtet hatte, wurde Brinkbäumer im Januar 2011 in der Position des Textchefs Mitglied der Chefredaktion des Spiegel. Von September 2011 bis Januar 2015 war er neben Martin Doerry stellvertretender Chefredakteur des Spiegel.

Vladimir Chizhov

Botschafter Vladimir Chizhov ist der ständige Vertreter Russlands bei der Europäischen Union in Brüssel. Nach seinem Abschluss am Staatlichen Moskauer Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO Universität) trat er 1976 in den diplomatischen Dienst ein. 1999 wurde er im Außenminsterium Direktor der Abteilung für Europäische Zusammenarbeit und von 2000 bis 2002 war er der Russische Sonderbeauftragte für den Balkan. 2002 wurde Vladimir Chizhov Stellvertretender Außenminister. Ab 2005 war er ständiger Vertreter Russlands bei den Europäische Gemeinschaften und seit 2010 ist er der ständige Vertreter Russlands bei der Europäischen Union in Brüssel. Vladimir Chizhov forschte zu den Themen Europäische Sicherheit, OSZE, den Beziehungen zwischen Russland und der EU sowie Russland und der NATO, dem Mittelmeerraum, dem Balkan, den Problemen Cyperns und von Nordirland sowie den UN-Friedensmissionen.

Marek A. Cichocki

Der Philosoph und Politologe Marek A. Cichocki ist Forschungsdirektor am Natolin European Centre in Warschau und Chefredakteur der Zeitschrift »New Europe. Natolin Review«. Er promovierte im Fachbereich Philosophie und habilitierte im Fachbereich der Geisteswissenschaften. Von 2007 bis 2010 war er europapolitischer Berater von Präsident Lech Kaczyński und Sherpa für die Aushandlung des Lissabonner Vertrages (2007). In Jahren 2000 bis 2015 war er Privatdozent am Institut für Angewandte Sozialwissenschaften der Universität Warschau (Spezialgebiet Ideengeschichte und Politische Philosophie). Seit 2015 ist er Professor am Collegium Civitas in Warschau und Visiting Professor am College of Europe Natolin. Darüber hinaus ist er Chefredakteur des jährlich erscheinenden Magazins »Teologia Polityczna«, sowie Autor zahlreicher Bücher, Essays und wissenschaftlicher Aufsätze, u.a. »Power and Remembrance« (Institute for Political Thought, 2006) und »Europe Kidnapped«, (Institute for Political Thought, 2004).

Włodzimierz Cimoszewicz

Włodzimierz Cimoszewicz war Justizminister und Generalstaatsanwalt (1993-1995), Vorsitzender des Parlamentaischen Verfassungskommittees verantwortlich für die heutige Verfassung Polens, Ministerpräsident von Polen von 1996 bis Ende 1997 und Außenminister Polens während der Regierungen von Leszek Miller (2001 bis 2004) und Marek Belka (2004 bis 2005). Von Januar bis Oktober 2005 war er Sprecher des Sejm (Unterhaus des Parlaments). Gemeinsam mit Leszek Miller unterzeichnete er den Beitrittsvertrag, der den Weg bereitete für die polnische Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Włodzimierz Cimoszewicz kehrte während der Parlamentswahl 2007 in die Politik zurück, wo er einen Senatssitz als unabhängiger Kandidat erlangte. Diesen Senatssitz hielt er bis zum Ende der Wahlperiode 2015. 2015 war Włodzimierz Cimoszewicz Workstream Leader der Agentur für die Modernisierung der Ukraine (AMU), wo er verantwortlich war für das Programm zur Korruptionsbekämpfung.

Alexander Gabuev

Alexander Gabuev ist Senior Fellow und Leiter des Programms »Russland im Asiatisch-Pazifischen Raum« beim Carnegie Center Moskau. Bevor er zu Carnegie kam, war Alexander Gabuev Redaktionsmitglied des Kommersant Verlags und stellvertretender Chefredakteur des Kommersant-Vlast, einer von Russlands einflussreichsten Wochenzeitungen. Er begann seine Laufbahn beim Kommersant 2007 als Leitender Diplomatischer Korrespondent, als Mitglied des Pressecorps von Präsident Dmitry Medvedev und als Stellvertretender Auslandsredakteur des Kommersant. Alexander Gabuev war zuvor Visiting Research Fellow beim European Council on Foreign Relations (ECFR) und unterrichtete Chinesische Energiepolitik und Politische Kultur an Lomonossow-Universität Moskau. Alexander Gabuev ist Mitglied des russischen Rates für Außen- und Sicherheitspolitik sowie der Munich Young Leaders, einem gemeinsamen Programm der Münchner Sicherheitskonferenz und der Körber-Stiftung.

Katja Gloger

Katja Gloger beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit Russland. Sie studierte Russische Geschichte, Politik und Slawistik in Hamburg und Moskau und ging Anfang der neunziger Jahre als Korrespondentin für den »Stern« nach Moskau. Dort erlebte sie den Zusammenbruch der Sowjetunion und den Aufstieg eines neuen Russland. Sie interviewte Michail Gorbatschow ebenso wie Boris Jelzin; sie konnte Wladimir Putin über Monate begleiten. Sie war »Stern«-Korrespondentin in den USA, arbeitet heute als Autorin des Nachrichtenmagazins mit den Schwerpunkten Russland, Internationale Politik und Sicherheitspolitik. 2010 erhielt sie den Henri-Nannen-Preis, 2014 wurde sie als politische »Journalistin des Jahres« ausgezeichnet. In mehreren Büchern sowie ihrer jüngsten Veröffentlichung »Fremde Freunde: Deutsche und Russen – Die Geschichte einer schicksalhaften Beziehung« (Berlin Verlag, 2017), beschäftigt sie sich mit der ebenso faszinierenden wie konfliktreichen Beziehung zwischen Russland und Deutschland.

Julian Hans

Julian Hans ist Moskau-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung. Nach dem Zivildienst in Nowosibirsk studierte er Kulturwissenschaften an den Universitäten in Frankfurt (Oder), Moskau und Posen. Seine Ausbildung zum Journalisten erhielt Julian Hans an der Henri-Nannen-Schule. Von 2006 bis 2011 war Julian Hans Redakteur bei der Zeit, wo er unter anderem für das Magazin Zeit Campus verantwortlich war. Anschließend wechselte er zur Süddeutschen Zeitung, für die er seit August 2013 als Korrespondent in Moskau lebt.

Mirko Kruppa

Mirko Kruppa ist seit September 2017 Leiter Politik der Delegation der Europäischen Union in Moskau. Zuvor arbeitete er seit 2001 beim Auswärtigen Amt und war dort unter anderem inhaltlich betraut mit Russland, Zentralasien, China/Taiwan, Ukraine, Belarus sowie eurasischer Integration. Mirko Kruppa ist Mitglied im Körber Netzwerk Außenpolitik der Körber-Stiftung.

Kadri Liik

Kadri Liik ist Senior Policy Fellow des European Council on Foreign Relations (ECFR). Bevor sie im Oktober 2012 zum ECFR kam war Kadri Liik von 2006 bis 2011 Direktorin des Internationalen Zentrums für Verteidigungsstudien in Estland, wo sie zudem Wissenschaftlerin und Direktorin der Lennart Meri Konferenz war. Während der 1990er Jahre war Kadri Liik Moskau-Korrespondentin mehrerer estnischer Tageszeitungen, einschließlich der auflagenstarken Postimees und Eesti Päevaleht sowie des Baltic News Service. 2002 wurde sie Auslandsredakteurin beim Postimees. 2004 ging sie als Chefredakteurin zum monatlich erscheinenden Außenpolitik-Magazin Diplomaatia. Sie war zudem Moderatorin von »Välismääraja«, einer Nachrichten-Talkshow von Raadio Kuku in Tallinn.

Alexey I. Miller

Alexey I. Miller ist Professor am Institut für Geschichte an der Europäischen Universität St. Petersburg und der Central European University in Budapest. Seine Fachgebiete sind Erinnerungspolitik, das russische Kaiserreich und Nationalismus. Zu seinen wichtigsten Publikationen zählen »The Ukrainian Question. The Russian Empire and Nationalism in the Nineteenth Century« (CEU Press, 2003), »The Romanov Empire and Nationalism« (CEU Press, 2008) und »Russia-Ukraine. How History is being written« (RGGU, 2011). Seine neuesten Erscheinungen sind »Nationalizing Empires«, herausgegeben mit Stefan Berger (CEU Press, 2015), und die Monographie »Nation, or the Power of the Myth« (2016).

Herta Müller

Herta Müller wurde 2009 mit dem Literaturnobelpreis für ihr Werk »Atemschaukel« ausgezeichnet. Von 1973 bis 1976 studierte sie deutsche und rumänische Philologie in Temeswar. Nach dem Studium arbeitete sie als Übersetzerin in einer Maschinenfabrik. Sie wurde entlassen, weil sie sich weigerte für den rumänischen Geheimdienst Securitate zu arbeiten. Ihr erstes Buch »Niederungen« lag danach vier Jahre beim Verlag und wurde 1982 nur zensiert veröffentlicht. 1984 erschien es in der Originalfassung in Deutschland. Herta Müller konnte danach in Rumänien nicht mehr veröffentlichen und war immer wieder Verhören, Hausdurchsuchungen und Bedrohungen durch die Securitate ausgesetzt. 1987 kam Herta Müller nach Deutschland. 1989 bis 2001 hatte sie Gastprofessuren an Universitäten in England, Amerika, Deutschland und der Schweiz inne. Seit 1995 ist sie Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt. Zu ihren bekanntesten Werken gehören »Herztier« (1994), »Im Haarknoten wohnt eine Dame« (2000), »Der König verneigt sich und tötet« (2003), »Die blassen Herren mit den Mokkatassen« (2005), »Atemschaukel« (2009).

Nora Müller

Nora Müller leitet den Bereich »Internationale Politik« der Körber-Stiftung und ist Leiterin des Hauptstadtbüros der Stiftung. Zuvor arbeitete sie als Länderreferentin im Nahost-Referat des Auswärtigen Amtes und für das Goethe-Institut.

Thomas Paulsen

Thomas Paulsen ist seit dem 1. Januar 2015 Mitglied des Vorstands der Körber-Stiftung und dort verantwortlich für das Handlungsfeld »Internationale Verständigung« sowie den Bereich »Vermögen, Verwaltung & EDV«. Von 2004 bis 2014 leitete er den Bereich Internationale Politik und das Hauptstadtbüro der Körber-Stiftung in Berlin. Nach einem Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Geschichte an den Universitäten München und Freiburg waren erste berufliche Stationen die Universität der Bundeswehr in München, die Stiftung Wissenschaft und Politik in Ebenhausen sowie das Centrum für angewandte Politikforschung der Universität München. 1999 war er Gastprofessor am Institute for European Studies der Hebrew University in Jerusalem, anschließend arbeitete er als Analyst bei der HypoVereinsbank, München und als Senior Manager bei PricewaterhouseCoopers, Berlin. Seit August 2015 ist er Mitglied im Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS).

Gwendolyn Sasse

Gwendolyn Sasse ist Professorin für Vergleichende Politikwissenschaft an der Universität Oxford und seit 2016 wissenschaftliche Direktorin des neu gegründeten Zentrums für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) in Berlin. Sie studierte Geschichte, Slawistik und Politikwissenschaft an der Universität Hamburg und Politikwissenschaft an der London School of Economics, wo sie auch ihre Promotion abschloss. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf postkommunistischer Transformationsforschung (besonders zur Ukraine), auf der vergleichenden Demokratie- und Autoritarismusforschung und auf der Konfliktforschung.

Irina Scherbakowa

Irina Scherbakowa ist promovierte Historikerin, Autorin und Übersetzerin. Ihre Arbeitsgebiete umfassen Erzählte Geschichte, Totalitarismus, Stalinismus und das dazugehörige Lagersystem GULAG sowie Fragen des kulturellen Gedächtnisses und der Erinnerungspolitik Russlands. Scherbakowa begann Ende der 1970er Jahre eine Sammlung von Tonbandinterviews mit Opfern des Stalinismus, seit 1991 forschte sie in den Archiven des KGB. Seit 1999 gehört sie dem Kuratorium der Gedenkstätte Buchenwald in Weimar an. Irina Scherbakowa arbeitet bei der Moskauer Gesellschaft »MEMORIAL International«, die sich für die Aufklärung sowjetischer Repressionen und den Schutz der Menschenrechte in Russland einsetzt. Sie leitet dort mehrere große Bildungsprogramme, unter anderem den seit 1999 stattfindenden Geschichtswettbewerb für Jugendliche, an dem jährlich Tausende Schüler und junge Erwachsene aus dem ganzen Land teilnehmen und der Mitglied im Geschichtsnetzwerk EUSTORY der Körber-Stiftung ist.

Irina Scherbakowa ist Übersetzerin der Werke vieler bekannter deutschsprachiger Autoren ins Russische, darunter Franz Kafka und Christa Wolf. Sie war Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin und wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Carl-von-Ossietzky-Preis, dem Bundesverdienstkreuz am Bande und zuletzt im Sommer 2017 mit der Weimarer Goethe-Medaille. Unter dem Titel »Die Hände meines Vaters« veröffentlichte sie im November 2017 die Geschichte ihrer russisch-jüdischen Familie. In ihrem Buch spannt sie einen historischen Bogen zwischen dem Zarenreich des 19.Jahrhunderts über Oktoberrevolution und frühe Sowjetjahre bis hin zu stalinistischem Terror, dem Ende der Sowjetunion und dem heutigen Russland unter Präsident Putin.

Olaf Scholz

Olaf Scholz ist seit 2011 der Erste Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg. Derzeit ist er stellvertretender Vorsitzender der SPD und Vorsitzender der Hamburger SPD. 1975 trat er in die Sozialdemokratische Partei (SPD) ein, wo er mehrere leitende Positionen innehatte, darunter als stellvertretender Vorsitzende der Jugendorganisation und als Generalsekretär der Partei (2002 bis 2004). Er war Mitglied des Deutschen Bundestages (1998 bis 2001, 2002 bis 2011) mit leitenden Positionen in der SPD-Fraktion und Bundesminister für Arbeit und Soziales (2007 bis 2009).

Sven Tetzlaff

Sven Tetzlaff ist Sozial- und Wirtschaftshistoriker. Er leitet seit 2008 den Bereich Bildung der Körber-Stiftung, der die Programme zur historisch-politischen Bildung und zur Erinnerungskultur in Deutschland und Europa bündelt.

Gabriele Woidelko

Gabriele Woidelko leitet seit 2016 den Arbeitsschwerpunkt Russland in Europa der Körber Stiftung. Gabriele Woidelko ist Slawistin und Osteuropahistorikerin. Als Dozentin war sie an der Universität Hamburg tätig. Seit 1996 ist sie bei der Körber-Stiftung, zunächst als Programm-Managerin, dann bis 2015 als Leiterin des europäischen Geschichtsnetzwerks EUSTORY, des FutureLab Europe und weiterer Europaaktivitäten des Bereichs Bildung.

Kontakt

Gabriele Woidelko
Leitung Bereich Geschichte und Politik
Leitung Fokusthema »Russland in Europa«

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 160
E-Mail woidelko@koerber-stiftung.de
Twitter Woidelko

Russland in Europa auf Twitter

Nora Müller
Leitung Bereich Internationale Politik
Leitung Hauptstadtbüro Berlin

Telefon +49 • 30 • 206 267 - 60
E-Mail mueller@koerber-stiftung.de
Twitter muellernora

Presse

Lisa Schachner
Pressereferentin

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 175
E-Mail schachner@koerber-stiftung.de

Handlungsfeld

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