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Viktor Jerofejew: »Ein Schriftsteller sollte mindestens zwei Kulturen angehören«

Viktor Jerofejew gilt als einer der bekanntesten russischen Gegenwartsautoren und als kritischer Intellektueller. Seine literarische Karriere in der Sowjetunion begann mit einem Skandal, als Jerofejew 1979 den »Almanach Metropol« veröffentlichte, eine Zusammenstellung mit von der Zensur verbotenen Texten. Er wurde daraufhin aus dem Schriftstellerverband ausgeschlossen.

Besondere Bekanntheit erlangte Jerofejew während der Zeit der Perestroika, als sein Roman »Moskauer Schönheit« (1990) erschien, der in 27 Sprachen übersetzt wurde. Der frühere Professor für Literatur an der International University in Moskau lebte und studierte in Paris. Im Gespräch mit Natalia Konyashina zeigt er europäische Winkel in Moskau und erklärt, was Russland und Europa in seinen Augen verbindet.

Moskau sei generell, was die äußere Erscheinung angeht, sehr europäisch. Es gäbe kleine Gassen, zum Beispiel in der Nähe der Patriarchenteiche, die ihn an Spanien, Barcelona oder an gewisse Viertel in Paris erinnern. Dort sei die Stimmung sehr europäisch. Überhaupt finde er Russland wunderschön und für einen Schriftsteller sei es ein Paradies, erklärt Jerofejew, aber er habe zu Russland auch ein schwieriges Verhältnis.

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Grenzgänger

Dieses Porträt von Viktor Jerofejew erscheint in unserer Reihe »Grenzgänger«, in der regelmäßig Menschen vorstellen, die sich von Trennenden nicht beindrucken lassen, sondern nach dem Verbindenden suchen.

Unsere »Grenzgänger« kommen aus Russland, Ungarn, Bulgarien, dem Baltikum, Polen, der Ukraine, Weißrussland, dem Kaukasus oder Deutschland. Als Autoren, Politiker, Musiker, Fotografen, Wissenschaftler, Zivilgesellschaftsvertreter, Journalisten, Unternehmer und Meinungsbildner stehen sie mit ihrer Biographie, ihrer Arbeit und ihrem gesellschaftlichen Wirken in prominenter oder eindrücklicher Weise für die Verständigung zwischen Russland und seinen europäischen Nachbarn. Dabei setzen sie sich für einen offenen, kritischen und konstruktiven Dialog über alle Grenzen hinweg ein.
 
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