X

Wirtschaftliche Zusammenarbeit in Zeiten der Sanktionen

Anfang Juni fand in Hamburgs Partnerstadt Sankt Petersburg das jährliche internationale Wirtschaftsforum (SPIEF), statt, das die größte Wirtschaftskonferenz Russlands ist. Trotz der Sanktionen, die die EU als Reaktion auf die Annexion der Krim 2014 verhängte, und trotz der andauernden politischen Konfrontation ist Deutschland immer noch einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Russlands. Auch zwischen Hamburg und Sankt Petersburg gibt es weiterhin enge wirtschaftliche Beziehungen.

Die beiden Hafenstädte Hamburg und St. Petersburg verbinden nicht nur 60 Jahre Städtepartnerschaft, sondern auch die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit und der Handel. Von den Sanktionen, die die EU als Reaktion auf die Annexion der Krim und die Ukraine-Krise nach 2014 verhängte, sind auch Hamburg und seine Partnerunternehmen in Russland betroffen: »Von 2014 auf 2015 ist der Export nach Russland um 70 Prozent zurückgegangen«, erklärt Susanne Küchmeister von der Handelskammer Hamburg im Gespräch mit der Körber-Stiftung. Es gäbe jedoch vielfache Bestrebungen von deutscher und russischer Seite, der schwierigen Gesamtsituation entgegenzuwirken.

Gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit initiierte die Handelskammer Hamburg beispielsweise ein Programm, das russischen Praktikanten für einige Monate Einblicke in hamburgische Unternehmen gewährt. Sofia Gudkova aus Sankt Petersburg absolviert beispielsweise ein Praktikum im Mehr!- Theater im Großmarkt Hamburg. Im Interview erklärt sie, wie sie dort die Zusammenarbeit mit russischen Veranstaltern unterstützen konnte.

Dass trotz politischer Krisen die Wirtschaftsvertreter beider Städte weiterhin im Gespräch bleiben, demonstriert auch Mirco Nowak. Er berät mit seinem Hamburger Unternehmen LUNO russische Manager und stattet Krankenhäuser im ganzen Land mit Medizintechnik aus. Im Interview berichtet er über Mentalitätsunterschiede und die Auswirkungen der Sanktionen.

Zum Interview mit Susanne Küchmeister von der Handelskammer Hamburg
Zum Interview mit Mirco Nowak
Zum Interview mit Sofia Gudkova (Video)

Kontakt

Gabriele Woidelko
Leiterin Fokusthema »Russland in Europa«
Programmleiterin
Körber History Forum

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 160
E-Mail woidelko@koerber-stiftung.de
Gabriele Woidelko auf Twitter

Bereich Bildung:
Sven Tetzlaff

Bereichsleiter

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 144
Telefax +49 • 40 • 80 81 92 - 302
E-Mail bildung@koerber-stiftung.de
Bildung auf Twitter

Bereich Internationale Politik:
Nora Müller
Bereichsleiterin

Telefon +49 • 30 • 206 267 - 60
E-Mail mueller@koerber-stiftung.de
Nora Müller auf Twitter

Lisa Schachner
Pressereferentin

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 175
Telefax +49 • 40 • 80 81 92 - 304
E-Mail schachner@koerber-stiftung.de

Handlungsfeld

to top