X

Mit dem Fokusthema Russland in Europa widmet sich die Körber-Stiftung der Wiederbelebung eines offenen, kritischen und konstruktiven Dialogs zwischen Russland und seinen europäischen Nachbarn. Dafür bringt sie zum Beispiel Politiker, Journalisten und Experten aus den Bereichen Bildung und Internationale Politik ins Gespräch, so bereits beim Auftakt.

Zielsetzung

Seit dem Beginn des Ukraine-Konflikts befinden sich die Beziehungen zwischen Russland und den meisten seiner europäischen Nachbarn in einer tiefen Krise. Für die Körber-Stiftung sind Dialog und Verständigung mit Russland seit Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit.

Die Körber-Stiftung ist überzeugt:

  • dass Russland zu Europa gehört
  • dass viele politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen in Europa nur gemeinsam mit Russland gemeistert werden können
  • dass Russland und die übrigen Länder Europas den Weg der Annäherung und Aussöhnung vor dem Hintergrund der historischen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts fortsetzen sollten.

Daher widmet die Stiftung sich mit ihrem Fokusthema »Russland in Europa« der Wiederbelebung eines offenen, kritischen und konstruktiven Dialogs zwischen Russland und seinen europäischen Nachbarn.

Ihre Themen sind die historischen Wurzeln aktueller Konflikte, Fragen von Identität und Werten, aktuelle Herausforderungen der Außen- und Sicherheitspolitik und Perspektiven zivilgesellschaftlicher Zusammenarbeit. Die Partner in diesem Dialog sind gesellschaftliche Vordenker, (außen)politische Entscheidungsträger und Multiplikatoren grenzübergreifender Verständigung. Besonders wichtig ist es der Körber-Stiftung dabei, Vertreter der nächsten Generation miteinander in den Austausch zu bringen.

Ziel dieser Dialogarbeit ist es, unterschiedliche Sichtweisen zu benennen und Gemeinsamkeiten zu identifizieren. Die Körber-Stiftung will in Politik und Gesellschaft Akteure stärken, die bereit sind, sich über Grenzen und Gräben hinweg als Brückenbauer zu engagieren. Damit leistet sie einen Beitrag zur internationalen Verständigung mit Russland.


Meldung

Die Geschichte des eigenen Landes im Zeichen von Glanz und Gloria zu präsentieren – das hat unter autoritären oder nationalistischen Regimen in Europa derzeit wieder Konjunktur. In ihrem Gastbeitrag für Strategic Europe, den Blog der Denkfabrik Carnegie Europe, analysiert Gabriele Woidelko, Körber-Stiftung, das aktuelle Geschichtsbild Russlands.

mehr lesen


Meldung

Über 100 junge Preisträgerinnen und Preisträger von Geschichtswettbewerben aus 20 Ländern trafen sich zum Austausch auf dem EUSTORY Next Generation Summit 2017 in Berlin. Der ukrainische Historiker Andrii Portnov hielt einen Vortrag, inwieweit die Russische Revolution auch nach 100 Jahren in Europa noch von Bedeutung ist.

mehr lesen


 
Interview

»Im Verhältnis zu Russland gab es eine lange Phase der Hoffnung auf eine Partnerschaft«

Tomáš Valášek, Direktor der Denkfabrik »Carnegie Europe«, widerspricht dem Argument, die NATO-Osterweiterung habe maßgeblich zum aktuellen Konflikt mit Moskau beigetragen. Für den slowakischen Experten für Sicherheitspolitik, der vier Jahre lang Ständiger Vertreter seines Landes bei der NATO in Brüssel war, hat die Allianz im Gegenteil sogar eine konstruktive Rolle für die Beziehungen mit Russland gespielt. Seine Position erläuterte er in einem Interview mit der Körber-Stiftung am Rande des Berlin Foreign Policy Forum. weiter



 
Umfrage

Russland in Europa: Kalter Krieg in den Köpfen?

Der Ukraine-Konflikt und die daraus resultierenden Sanktionen sind schuld an der politischen Eiszeit zwischen Russland und der EU – darin sind sich Deutsche, Russen und Polen einig. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Umfrage »Russland in Europa: Kalter Krieg in den Köpfen?« von Kantar Public im Auftrag der Körber-Stiftung. weiter


Kontakt

Gabriele Woidelko
Leiterin Fokusthema »Russland in Europa«
Programmleiterin
Körber History Forum

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 160
E-Mail woidelko@koerber-stiftung.de
Gabriele Woidelko auf Twitter

Bereich Bildung:
Sven Tetzlaff

Bereichsleiter

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 144
Telefax +49 • 40 • 80 81 92 - 302
E-Mail bildung@koerber-stiftung.de
Bildung auf Twitter

Bereich Internationale Politik:
Nora Müller
Bereichsleiterin

Telefon +49 • 30 • 206 267 - 60
E-Mail mueller@koerber-stiftung.de
Nora Müller auf Twitter

Lisa Schachner
Pressereferentin

Telefon +49 • 40 • 80 81 92 - 175
Telefax +49 • 40 • 80 81 92 - 304
E-Mail schachner@koerber-stiftung.de

Handlungsfeld

Magazin


 
Veranstaltung

KörberKonferenz »Russland in Europa«

Die russisch-europäischen Beziehungen waren das Thema der KörberKonferenz am 9. und 10. November. Experten aus der Politik sowie die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller und die Historikerin Irina Scherbakowa diskutierten über die gemeinsame Vergangenheit und erörterten Herausforderungen für »Russland in Europa«. weiter



 
Interview

Die Schlacht von Stalingrad – eine ur-russische Angelegenheit?

Die Schlacht von Stalingrad jährt sich am 02. Februar zum 75. Mal und gilt sowohl auf deutscher als auch auf russischer Seite als wichtiges historisches Ereignis. Die Bedeutung, die Stalingrad in der öffentlichen Erinnerungskultur beider Länder hat, ist jedoch kaum miteinander vergleichbar. Im Interview mit der Körber-Stiftung erläutert Jörg Morré, Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst, den höchst unterschiedlichen Umgang mit diesem Erinnerungsort gemeinsamer deutsch-sowjetischer Gewaltgeschichte. weiter



 
Porträt

Karl Schlögel: Sich selbst ein Bild machen

Russland und Osteuropa haben den vielfach ausgezeichneten Osteuropahistoriker und Publizisten Karl Schlögel seit seiner Jugendzeit magisch angezogen. Als »Grenzgänger« im besten Sinne des Wortes macht er sich bis heute immer wieder auf den Weg, das Terrain zwischen Berlin, Kiew, Warschau, Minsk und Wladiwostok zu erkunden und seinen Lesern und Zuhörern in Deutschland die Vielschichtigkeit des europäischen Ostens näher zu bringen. Dabei leistet er Aufklärung über das, was war und was ist und macht sich stark für die Freiheit des Wortes. weiter



 
Meinung

»Das Erbe der Sowjetunion«

Vor 25 Jahren zerfiel die Sowjetunion. Zu diesem Jahrestag startete die Körber-Stiftung in Kooperation mit ZEIT ONLINE die Artikelserie »Das Erbe der Sowjetunion«. Sie bietet Einblicke in die Situation in den Ländern Europas, die damals unabhängig wurden. Experten aus Russland, der Ukraine, den baltischen Staaten, dem Kaukasus sowie aus Belarus und Moldau beziehen Stellung zu den Fragen, welche Bedeutung der Verlust des Imperiums in ihren Ländern hat, welche Rolle das sowjetische Erbe heute noch spielt und wie sich das Verhältnis zwischen Russland und seinen Nachbarstaaten aktuell gestaltet. In ihren Gastbeiträgen greifen unsere Autoren Themen wie die Akzeptanz europäischer Grundwerte, die Integration sogenannter Nichtbürger, die Bestimmung der eigenen Identität und den Umgang mit Denkmälern auf. Sie beschreiben damit, wie jedes der Länder auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Erbe der Sowjetunion umgeht. weiter



 
Bericht

Reflektionen über Russland in der Welt

Im Rahmen der siebten Reunion trafen sich die Munich Young Leaders Alumni in Moskau. Zwei Tage lang diskutierten mehr als 50 Expertinnen und Experten aus Regierungen, Parlamenten, Think Tanks, Medien und Unternehmen mit unterschiedlichen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Administration, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. weiter



 
Video

Thomas Franke: Russian Angst

Die Buchpremiere von Thomas Frankes »Russian Angst. Einblicke in die postsowjetische Seele« war überschattet vom Bombenanschlag in der St. Petersburger U-Bahn, der mindestens neun Menschen das Leben gekostet hatte. Die Angst vor Terrorismus, sie ist in vielen Gesellschaften in Ost und West real geworden. Wie jedoch in Russland Angst als Grundgefühl massiv geschürt und instrumentalisiert wird, davon berichtet der Journalist Thomas Franke in seinem neuen Buch. Für Putin ist die Angst der »Schlüssel zur Macht« erklärt Franke im Gespräch mit Bernd Großheim, NDR, ein »Kitt« der die Gesellschaft zusammenhält. Zugleich appelliere Putin auch an Reflexe der sowjetischen Zeit: Angst vor der Staatsmacht ebenso wie vor einem grundsätzlich feindlichen Ausland. Franke erzählt von den langen Schatten des Zweiten Weltkriegs, davon wie Angst die Menschen langsam zerfrisst – und von der Hoffnung, die in der immer noch großen Vielfalt der russischen Gesellschaft liegt. weiter


to top