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Regionen im Fokus: MINT-Aktionsplan des BMBF

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat jetzt seinen MINT-Aktionsplan vorgestellt. Hervorgehoben wird darin auch die Bedeutung regionaler MINT-Allianzen, für die sich die Körber-Stiftung seit vielen Jahren einsetzt. Wie die angekündigte Förderung sogenannter MINT-Cluster konkret umgesetzt werden soll, ist jedoch noch unklar.

Am 13. Februar hat Bundesbildungsministerin Anja Karliczek der Öffentlichkeit ihren MINT-Aktionsplan präsentiert. Darin aufgeführt sind zahlreiche Maßnahmen, die das BMBF bereits betreibt und weiter fortführen will. Unter den Überschriften »MINT-Forschung«, »MINT-Kommunikation«, »MINT-Angebote für Jugendliche« sowie »MINT-E-Plattform« werden zusätzlich vier neue Initiativen angekündigt, in die bis 2022 rund 55 Millionen Euro fließen sollen.

Das Nationale MINT Forum – eine bundesweite Allianz von 30 großen, überregional tätigen Wissenschaftseinrichtungen, Stiftungen und Verbänden, der auch die Körber-Stiftung angehört – begrüßte in einer Stellungnahme den MINT-Aktionsplan: »Die darin verfolgten Ziele und auch die vier neuen Initiativen gehen grundsätzlich in die richtige Richtung. Wir kommen bei der MINT-Bildung allerdings nur dann voran, wenn wir die vielen bereits bestehenden oder auch neuen Aktivitäten gezielt, nachhaltig und wirkungsorientiert anlegen«, sagten die NMF-Sprecher Nathalia von Siemens und Ekkehard Winter.

Insbesondere die neue Initiative »MINT-Angebote für Jugendliche« wirft Fragen auf. Im Rahmen eines Wettbewerbs sollen 30-40 regionale Cluster ausgewählt und gefördert werden, in denen die maßgeblichen Akteure vor Ort eine MINT-Gesamtstrategie entwickeln und durch konkrete Maßnahmen umsetzen. Unklar ist, inwiefern sich diese Cluster von den insgesamt 120 bestehenden MINT-Regionen unterscheiden, für deren Aufbau und die Entwicklung sich die Körber-Stiftung seit vielen Jahren engagiert und die schon jetzt genau diese Aufgabe übernehmen. Vor diesem Hintergrund ist es bedauerlich, dass das BMBF die Kernforderung des Nationalen MINT Forums nach einer bundesweiten Servicestelle zur Unterstützung von MINT-Regionen nicht aufgegriffen hat.

»Die Einrichtung weiterer Cluster ist begrüßenswert, die existierenden MINT-Regionen sollten dabei aber eingebunden bzw. sinnvoll erweitert und gestärkt werden, um Doppelstrukturen zu vermeiden«, betont NMF-Sprecherin Nathalie von Siemens. Auch Lothar Dittmer, Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung, spricht sich für eine enge Zusammenarbeit aus: »Als Stiftung stärken wir seit vielen Jahren regionale MINT-Netzwerke. Wir stehen für Gespräche gerne bereit und bringen unsere Erfahrung und Expertise auf diesem Gebiet in den Dialog mit ein.« 

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