Leitbild

Wofür wir stehen

Wir wollen unsere Gesellschaft besser machen! Wir sind davon überzeugt, dass dies nur durch Dialog und Verständigung gelingt. Deswegen arbeiten wir für die Verständigung zwischen Völkern und zwischen gesellschaftlichen Gruppen in Deutschland, für mehr Aufklärung und Reflexion durch Wissenschaft, Bildung und Kultur sowie für die Auseinandersetzung mit unserer geschichtlichen Herkunft und Identität.

Mit unserer Arbeit wollen wir Debatten anregen, Lösungen erproben und die Menschen in unserem Umfeld für das Mitmachen gewinnen.

Reden. Wir verstehen uns als Plattform für einen gesellschaftlichen Dialog, der Menschen unterschiedlicher politischer, sozialer und kultureller Herkunft zusammenführt. Wir tragen dazu bei, dass Argumente und zukunftsträchtige Ideen Gehör finden. Wir mischen uns in Veranstaltungen und Publikationen mit eigenen Positionen in aktuelle Debatten ein.

Handeln. Wir reagieren mit unseren Projekten auf gesellschaftliche Herausforderungen, entwickeln eigene Ideen und Formate und setzen sie um. Wir identifizieren Beispiele einer »guten Praxis«, greifen sie auf und führen sie allein oder mit Partnern weiter.

Bewegen. Wir bringen Multiplikatoren und Entscheider zusammen und regen Menschen dazu an, neue Einsichten zu gewinnen. Wir ermutigen die junge Generation, die eigenen Fähigkeiten zu entfalten und Verantwortung zu übernehmen. Wir begleiten, fördern und würdigen Menschen, die Handlungsspielräume für die Zukunft eröffnen und sich in vorbildlicher Weise für die Verbesserung unseres Zusammenlebens einsetzen.

Was wir tun

Wir konzentrieren unsere Arbeit auf gesellschaftliche Herausforderungen, die bereits unserem Stifter Kurt A. Körber wesentliche Anliegen waren.

Demografischer Wandel – die Bevölkerung in Deutschland schrumpft, altert und wird zugleich vielfältiger. Wir schmieden neue Allianzen aus Wissenschaft, Politik, Bürgergesellschaft und Wirtschaft, um uns auf diese Zukunft vorzubereiten. Wir entwickeln Netzwerke für Engagement und setzen uns für mehr Mitverantwortung der Bürgerinnen und Bürger ein. Wir werben für eine Vielfalt von Lebensentwürfen im Alter und für erfolgreiche Modelle der Integration.

Innovation, die Fähigkeit, Neues in die Welt zu bringen, ist unerlässlich für unsere Gesellschaft. Deshalb fördern wir den Forschergeist von Kindern und Jugendlichen und investieren in den Nachwuchs wie in die wissenschaftliche Spitze. Innovationen sind aber auch auf eine Gesellschaft angewiesen, die zum Wandel bereit ist. Deshalb diskutieren wir auf unterschiedlichen Plattformen die Chancen und Risiken von Innovationen und werben für ein Klima kritischer Aufgeschlossenheit.

Internationale Verständigung lebt vom Dialog. Unter dem Motto »Miteinander, nicht übereinander reden« fördern wir das Gespräch über nationale, politische, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg und bringen möglichst viele relevante Akteure an einen Tisch. Wir nehmen unterschiedliche Identitäten in den Blick, fördern die Auseinandersetzung mit geschichtlichen Fragen, unterstützen eine Haltung gegenseitigen Respekts, loten politische Handlungsspielräume aus und zeigen praxisorientierte Wege zur internationalen Zusammenarbeit auf.

Wie wir arbeiten

unternehmerisch
Wir sind davon überzeugt, dass gesellschaftlicher Fortschritt stets auch Mut, Experimentierfreude und Risikobereitschaft erfordert. Entsprechend fördern wir das Querdenken und setzen auch auf unkonventionelle Ideen.

kompetent
Professionalität, Kompetenz und Fachkenntnisse zählen zu unserem Selbstverständnis. Wir schränken unser Sichtfeld nicht ein, sondern arbeiten interdisziplinär und nutzen die Potenziale unserer Netzwerke.

transparent
Um unsere Arbeit nachvollziehbar zu machen, reflektieren wir regelmäßig unser Tun. Dabei unterstützt uns ein Netzwerk aus Experten, die wir als Beraterinnen und Berater, in Beiräten oder in Jurys für uns gewinnen.

kooperativ
Wir sind uns bewusst, dass komplexe gesellschaftliche Herausforderungen die Zusammenarbeit vieler Akteure verlangen. Deshalb suchen wir Kooperationen mit Partnern aus der Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kultur und den Medien. Nach innen wie nach außen leiten uns Kollegialität, Wertschätzung und Respekt.

Woher wir kommen

Unsere Stiftung wurde 1959 vom Unternehmer Kurt A. Körber (1909-1992) gegründet. Körber baute seit Ende der 1940er Jahre nicht nur einen weltweit tätigen Technologiekonzern auf, sondern übertrug seinen unternehmerischen Gestaltungswillen auch auf die Gesellschaft. Körber glaubte an die Machbarkeit gesellschaftlicher Veränderung und an problemorientierte Lösungen. In dieser Tradition sehen wir uns als Stiftung.

Die Körber-Stiftung ist Alleinaktionärin der Körber AG und erwirtschaftet aus ihrem eigenen, freien Vermögen weitere Erträge. Zwischen der Körber AG und der Körber-Stiftung achten wir auf strikte Unabhängigkeit. Die Körber AG nimmt keinen Einfluss auf die Arbeit der Körber-Stiftung und die Körber-Stiftung nimmt keinen Einfluss auf das operative Geschäft der Körber AG.

Auch für die laufende Stiftungsarbeit gilt: Wir legen großen Wert darauf, weltanschaulich, religiös und parteipolitisch unabhängig zu bleiben. Denn nur mit Offenheit und dem Willen zur Verständigung über Grenzen hinweg können wir den Auftrag unseres Stifters erfüllen, »an der Gestaltung unserer Zukunft mitzuwirken« und so die Gesellschaft besser zu machen.