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Gesprächskonzert

2 × hören: Keine Angst vor Kurtág

Eine Veranstaltung der Reihe "2 × hören"

»Der Weg eines Menschen, der sich befragt und sich sucht, Route eines Lebens, das sich seiner selbst besinnt«, so der Musikwissenschaftler Philippe Albèra über die »Kafka-Fragmente« des ungarischen Komponisten György Kurtág. Die Texte der 40 Miniaturen stammen von Franz Kafka, die Besetzung ist ebenfalls kleinstmöglich: eine Violinistin mit zwei Instrumenten, eine Sopranistin. Kurtág, der für seine Beschränkung aufs Wesentliche bekannt ist, geht wie so oft an die Grenze spieltechnischer und gesanglicher Möglichkeiten. Die Sängerin zeigt alle Facetten von Flüstern über Sprechgesang, lyrischem wie expressivem Singen bis zum Schreien, große Registersprünge neben langgezogenen Melodiebögen. Die Violine kommentiert ihre Duopartnerin, sie spiegelt das Innere dieses lyrischen Ichs wider, seine Gefühlszustände: mal geräuschhaft, mal mit lyrischem oder sattem Geigenton, mit Clustern, trockenen Pizzicati, leeren Quinten oder aufgeregtem Skalengewusel – oder ganz einfach und lapidar. Die beiden jungen Musikerinnen Marie Heeschen (Gesang) und Anna Neubert (Violine) interpretieren ihre Auswahl aus den »Kafka-Fragmenten« mit einem besonderen Hang für das Szenisch-Dramatische des Meisters der Kompaktheit.

Moderation: Anne Kussmaul, Musikvermittlerin

Marie Heeschen (Foto: Annika Nagel)
Anna Neubert (Foto: Rebecca ter Braak)
Anne Kussmaul (Foto: Julia Reschucha)

Informationen

Montag, 31.08.2020 | 19.00 Uhr
Video-Livestream KörberForum
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Infos zum Veranstaltungsort

Sie erreichen das KörberForum mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).

Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang
unter 040 · 80 81 92 - 0.

Gemeinnützige Körber-Stiftung

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