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Diskussion

Bauen ja, aber nicht vor meiner Haustür!

Eine Veranstaltung der Reihe "Bürger.Macht.Politik"

Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung stehen oft im Konflikt. Der Hamburger Senat und die sieben Bezirke haben sich vorgenommen, pro Jahr 6.000 dringend benötigte neue Wohnungen zu bauen. Gegen viele Bauvorhaben gibt es Proteste. Darf die Politik sie übergehen, weil das Allgemeinwohl der Stadt höher wiegt? Oder bezieht die Baupolitik Bürger zu wenig ein? Im Spannungsfeld von Bürgerbeteiligung und repräsentativer Demokratie muss entschieden werden, welche Entscheidungen im gesamtstädtischen Interesse gefällt werden müssen, auch wenn sie einzelnen Bürgern nicht gefallen.

Vor der Bürgerschaftswahl im Februar 2011 war die SPD mit dem Versprechen 6.000 neue Wohnungen pro Jahr in Hamburg zu bauen in den Wahlkampf gezogen. Im Wohnungsbauvertrag vom Juli 2011 verpflichten sich alle sieben Bezirke und der Senat, den Wohnungsbau in der Stadt zu verstärken. Zentrales Ziel des Vertrags ist es, die Genehmigungsverfahren für Wohnungsbauprojekte zu beschleunigen. So sollen alle Genehmigungen für Bauanträge spätestens sechs Monate nach Eingang erteilt werden. Das heißt, Hamburg wird weiter wachsen: durch dichtere Bebauung, neue Großprojekte und das Umwandeln von Büros in Wohnungen. Gerade die Nachverdichtungen werden nicht überall einfach durchzusetzen sein. Denn nicht jeder ist damit einverstanden, wenn aufgestockt oder eine Baulücke geschlossen wird, der Blick ins Grüne verbaut oder das Grundstück verschattet wird. In den Bezirken regt sich Widerstand. Was kann getan werden, damit die Bedürfnisse der Bürger rechtzeitig im Vordergrund stehen? Braucht es neue, frühere Beteiligungsverfahren, um die Bürger so einzubinden, dass Proteste gar nicht erst entstehen? Oder sollte die Beteiligungslogik, wie es der Stadtplaner Julian Petrin vorschlägt, umgedreht werden? Die Bürger werden zu Stadtplanern und laden Verwaltung und Politik zur Debatte ein, statt auf Mitspracheangebote zu warten.

Über Stadtentwicklung und Bürgerbeteiligung diskutieren Dr. Torsten Sevecke, Bezirksamtsleiter Eimsbüttel, Angelika Gardiner, Mehr Demokratie e.V. und Julian Petrin, Nexthamburg. Moderation: Peter Ulrich Meyer, Hamburger Abendblatt

Audio
Video

Dr. Torsten Sevecke<br />(Foto: Bezirksamt Eimsbüttel)
Angelika Gardiner<br />(Foto: Foto: Mehr Demokratie e. V. )
Julian Petrin<br />(Foto: Körber-Stiftung /<br />Claudia Höhne)
Peter Ulrich Meyer<br />(Foto: Körber-Stiftung /<br />Claudia Höhne)

Informationen

Dienstag, 26.11.2013 | 19.00 Uhr
KörberForum
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Infos zum Veranstaltungsort

Sie erreichen das KörberForum mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).

Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang
unter 040 · 80 81 92 - 0.

Gemeinnützige Körber-Stiftung

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