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Diskussion

Bedingungsloses Grundeinkommen: Radikal gerecht?

Demografischer Wandel, Digitalisierung und gesellschaftlich-ökonomische Veränderungen erfordern einen radikalen Systemwechsel des Sozialstaats. Der Hamburger Ökonomieprofessor Thomas Straubhaar befindet: Unser Sozialsystem ist am Ende. Reformieren lässt es sich nicht - aber revolutionieren: durch das bedingungslose Grundeinkommen. Wenn alle Menschen, vom Säugling bis zum Greis, ein Grundeinkommen erhalten, so entmündigt sie das nicht, sondern befreit sie zu Selbstständigkeit und eigenen Entscheidungen. Und der Staat investiert nicht länger in die Verwaltung des Mangels, sondern in eine gerechte Gleichbehandlung aller.

Das klingt zu gut, um finanzierbar zu sein? – Im Gegenteil, es ist möglich, wie Straubhaar vorrechnet. Dass immer mehr Menschen das BGE wollen, zeigt zudem eine forsa-Umfage im Auftrag der Körber-Stiftung im Herbst 2016: 38 Prozent der Befragten befürworteten das BGE, bei den unter 30-Jährigen sogar die Mehrheit. Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein liberaler und sozialer Weg, Gerechtigkeit und Effizienz in ein aus dem Gleichgewicht geratenes Sozialsystem zu bringen – und so Wesentliches zum inneren Frieden beizutragen. Und Deutschland sollte als eine der größten und stabilsten Volkswirtschaften weltweit dieses Experiment wagen.

Thomas Straubhaar diskutiert mit Simone Burger, Stadträtin der LH München, Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft. Moderation: Anna-Lena Koschig, BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung

Eintritt: 8 Euro / 7 Euro erm.

Weitere Infos finden Sie unter www.evstadtakademie.de

Infos zum Buch und Bestellung unter www.edition-koerber.de

Thomas Straubhaar

Informationen

Donnerstag, 27.09.2018 | 19.00 Uhr
Evangelische Stadtakademie München
Herzog-Wilhelm-Str. 24
80331 München

Evangelische Stadtakademie München in Kooperation mit dem BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung

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