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Buchpremiere

Das Versagen nach 9/11

Die Anschläge vom 11. September sind auch zehn Jahre danach noch immer Symbol der Bedrohung des Westens und Beginn eines »Krieges gegen den Terror.« Schnell wurde die gesamte islamische Welt als Unterstützer oder zumindest als Befürworter der Attentate verurteilt. Namentlich den arabischen Gesellschaften wurde pauschal Rückständigkeit bescheinigt, der Wille zur Demokratie abgesprochen. Zur Verteidigung westlicher Werte schien Waffengewalt und die Unterstützung von Diktatoren erlaubt. Doch was Panzer und Propaganda nicht vermochten, schafften nun die Menschen: Im Frühjahr 2011 gingen Demonstranten in Tunis und Tripolis, in Kairo und Damaskus auf die Straße und forderten Demokratie und Rechtsstaatlichkeit für ihre Länder.

Bedeutet das zugleich ein Ende des Terrorismus? Wohl kaum, doch im Westen ist ein Umdenken überfällig. Der SPD-Politiker Gernot Erler setzt sich seit Langem für das »Modell Europa« ein, für einen sehr bewussten Rückgriff auf europäische Lernerfahrungen. »Die EU kann gerade im Polizeiausbildungs- und Rechtsstaatsbereich«, so schreibt er in seinem neuesten Buch »Das Versagen nach 9/11«, »erprobte und verlässlich Fähigkeiten anbieten. Die Zivilmissionen sind regelrecht zu einem Markenzeichen der Europäischen Union geworden«.

Im Gespräch mit Roger de Weck erklärt er, warum der Westen die Demokratiebewegungen in Arabien unterstützen muss.

Gernot Erler<BR>(Foto: www.spdfraktion.de)
Roger de Weck<BR>(Foto: wetli.com)

(»Das Versagen nach 9/11«)

Informationen

Dienstag, 06.09.2011 | 20.00 Uhr
KörberForum
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Infos zum Veranstaltungsort

Sie erreichen das KörberForum mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).

Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang
unter 040 · 80 81 92 - 0.

Gemeinnützige Körber-Stiftung

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