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Buchpremiere

Die Große Mauer in den Köpfen

China und der Westen stehen sich oft fremd gegenüber. Dabei sitzen sie zwangsläufig in einem Boot: Kooperation und der Austausch von Erfahrungen sind nötig, um mit den Folgen der Globalisierung umzugehen. Aber noch ist keine Seite bereit, von der anderen zu lernen. Die Große Mauer in den Köpfen zu überwinden, ist dabei weniger eine Frage des kulturellen Goodwill als der praktischen und politischen Vernunft, erklärt der Politikwissenschaftler Xuewu Gu.

Gu geht es um ein Lernen, das in die Tiefen der Wertvorstellungen reicht. Unversöhnlich stehen sich bisher das westliche Primat des Individuums und das chinesische Primat des Kollektivs gegenüber. Beide Haltungen stoßen heute an ihre Grenzen: Nach China weht der süße Duft der individuellen Freiheit, während der Westen erkennt, dass nur eine Orientierung am Gemeinwohl den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern kann. Gu erklärt die philosophische und historische Genese dieser beiden Welthaltungen und zeigt ihre politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen auf. Er plädiert für einen Ausgleich im Sinne von Aristoteles und Konfuzius. Zhong yong – das heißt: die goldene Mitte erreichen, ohne seine Grundsätze aufzugeben.

Mit dem Autor diskutiert die Sinologin und Politikwissenschaftlerin Janka Oertel, Körber-Stiftung.

Eine Veranstaltung zum Schwerpunkt »Neuer Osten – Neue Mächte«.

Xuewu Gu, Center for Global Studies Bonn<br />(Foto: privat)
»Die Große Mauer in den Köpfen«, edition Körber-Stiftung
Janka Oertel, Körber-Stiftung<br />(Foto: Körber-Stiftung /<br />Marc Darchinger)

Informationen

Dienstag, 27.05.2014 | 20.00 Uhr
KörberForum
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Infos zum Veranstaltungsort

Sie erreichen das KörberForum mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).

Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang
unter 040 · 80 81 92 - 0.

Gemeinnützige Körber-Stiftung

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