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Diskussion

Die verlorene Mitte Europas

1989 weckte der Zusammenbruch des Kommunismus in den Gesellschaften jenseits des Eisernen Vorhangs die Hoffnung auf eine Rückkehr in die Mitte Europas. Zuletzt aber prägen populistische Positionen und eine Skepsis gegenüber den seit 1989 geschaffenen demokratischen Institutionen die Debatte in den Ländern Ostmitteleuropas. Eine Entfremdung von der Idee politischer Teilhabe und ein belastetes Verhältnis zu Europa sind die Folge.

Wie aber Entfremdung und eine Spaltung Europas verhindert werden können, hat Intellektuelle aus Polen, Ungarn und der Tschechslowakei bereits in den 1980er Jahren bewegt – etwa György Konrád in Budapest, Milan Kundera in Paris, Václav Havel in Prag und Czesław Miłosz in Berkeley. Angesichts der aktuellen Gefahr politischer Desillusionierung sprechen die tschechische Schriftstellerin und Übersetzerin Radka Denemarková und der slowakische Autor Michal Hvorecký über historische Verbindungen und Bruchlinien in Mittelosteuropa und plädieren für eine Erneuerung europäischer Visionen.

Moderation: Gabriele Woidelko, Körber-Stiftung

Eine Veranstaltung zum Fokusthema »Der Wert Europas«.

Radka Denemarková (Foto: Milan Malicek)
Michal Hvorecký (Foto: Nora a Jakub)
Gabriele Woidelko

Informationen

Mittwoch, 28.11.2018 | 19.00 Uhr
Video KörberForum
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Infos zum Veranstaltungsort

Sie erreichen das KörberForum mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).

Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang
unter 040 · 80 81 92 - 0.

Gemeinnützige Körber-Stiftung

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