Buchvorstellung

Die Welt braucht den Westen

Die USA sind verloren, der Westen ist tot, die internationale Ordnung am Ende – Untergangsprognosen haben Konjunktur. Doch wer so argumentiert, ergibt sich kampflos dem nationalistischen Zeitgeist, meint Thomas Kleine-Brockhoff in seinem neuen Buch »Die Welt braucht den Westen«. Statt zu jammern, sollten die Verteidiger der liberalen Demokratie lieber in die Offensive gehen. Der Berliner Politikberater stellt deshalb das Prinzip des robusten Liberalismus vor, um Glaubwürdigkeit und Handlungsfähigkeit des Westens wiederherzustellen.

Klar benennt Kleine-Brockhoff die Fehler des Westens nach 1989 und fordert eine Abkehr von der missionarischen Idee, die ganze Welt müsse die westliche Ordnung annehmen. Stattdessen wirbt er für einen zurückhaltenden und realistischen Liberalismus, der seinen Idealen einfacher treu bleiben, seine Regeln besser befolgen und sie erfolgreicher verteidigen kann. Was das konkret bedeutet, zeigt Kleine-Brockhoff anschaulich an drei drängenden Fragen unserer Zeit: dem Schutz von Flüchtlingen, der humanitären Intervention und dem Handel mit China.

Über den vielgescholtenen Westen, seine Ideale und wie er wieder Vorbild werden kann, spricht Thomas Kleine-Brockhoff mit Arnd Henze vom WDR.

Moderation: Arnd Henze, WDR

Thomas Kleine-Brockhoff (Foto: Picture People)
Arnd Henze (Foto: Solveigh Böhle)

Informationen

Montag, 09.12.2019 | 19.00 Uhr
Video Audio KörberForum
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

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