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Diskussion

Einmischen! Warum wir über Sterbehilfe sprechen müssen

Eine Diskussion mit Reimer Gronemeyer und Ina Schmidt

Wann beginnen wir, miteinander über den Tod und das Sterben zu reden? Warum müssen wir auch über Sterbehilfe sprechen? Stirbt wirklich jeder für sich allein? Oder brauchen wir auf diesem letzten Gang alle Hilfe? Das deutsche Recht verbietet aktive Sterbehilfe, doch was genau ist erlaubt und was ist verboten? Die Angst vor der Gerätemedizin ist verbreitet, das Thema Patientenverfügung ebenso wichtig wie brisant. Müssen wir uns nicht alle, egal ob alt oder jung, gesund oder krank, bewusst als sterbliche Wesen anerkennen, um für unser eigenes Sterben Verantwortung zu übernehmen?

Die Philosophin Ina Schmidt, deren Buch »Über die Vergänglichkeit. Eine Philosophie des Abschieds« gerade in der Edition Körber erschienen ist, geht einen Schritt weiter: Ein Sterben in Freiheit und Würde könne nur dann gelingen, wenn wir uns der persönlichen Verantwortung auch für ein Leben in Freiheit und Würde bewusst sind: Letztlich aber habe jeder Mensch ein Recht auf seinen selbstbestimmten Tod.

Der Soziologe und Theologe Reimer Gronemeyer setzt sich seit Jahren mit der Sterbehilfe auseinander. Er argumentiert gegen die Idee, einzig das selbstbestimmte Sterben sei würdevoll, spiele sie doch einer zunehmenden Ökonomisierung des Sterbens in die Hände. Sterbehilfe werde so zu einem Teil der »Versorgung«, in der die Frage der Kosten immer größere Bedeutung gewinnt. Es moderiert: Mechthild Baus.

Eintritt: 5 / 3 Euro

Informationen zum Debattenformat Einmischen!

Das Buch von Ina Schmidt können Sie Abend kaufen und signieren lassen oder Sie bestellen es in Ihrer Buchhandlung.

Ina Schmidt
Reimer Gronemeyer (Foto: Till Roos)

Informationen

Mittwoch, 30.10.2019 | 19.30 Uhr
Literaturhaus Leipzig
Gerichtsweg 28
04103 Leipzig

Körber-Stiftung und Literaturhaus Leipzig

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