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Gespräch

Flucht ins Exil - eine individuelle Erfahrung

Deutschland ist zu einem der Hauptzielländer geworden für Menschen, die auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung Schutz suchen im Ausland. Was bedeutet es, die Heimat zurücklassen zu müssen? Welche Fluchterfahrungen bringen Exilsuchende mit? Wie lassen sich Traumata verarbeiten und ist es sogar möglich, aus den Erfahrungen Kraft für Positives zu schöpfen?

Sibel Atasayi ist Politische Psychologin und Psychotherapeutin und beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Krieg, Verfolgung und Flucht auf die psychische Gesundheit. Als Referentin bei der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer e.V. kennt sie Prozesse der Traumabewältigung und weiß, welche Bedingungen im Exilland notwendig sind, um die Verarbeitung zu unterstützen.

Rana Ahmad wuchs in Saudi-Arabien auf, wo sie als junge Frau die religiösen Gesetze infrage stellte und Atheistin wurde. Da dies in Saudi-Arabien lebensgefährlich ist, floh sie in die Türkei und kam 2015 schließlich in Deutschland an. Sie ist Vorsitzende und Gründerin des Vereins Säkulare Flüchtlingshilfe und Autorin des Bestsellers »Frauen dürfen hier nicht träumen«.

Mohammed Ghunaim (Künstlername Ziko) hat in Damaskus Visual Journalism studiert. Er floh 2015 aus Syrien und lebt seither als freier Filmemacher und Kreativschaffender in Hamburg. Seit 2017 leitet er Begegnungsprojekte am »Embassy of Hope – Café international« am Thalia in der Gaußstraße und ist beteiligt am Theaterprojekt »Stimmen aus dem Exil«. Seine mit dem Handy gefilmten Fluchterfahrungen wurden Teil der WDR-Dokumentation »#myescape«.

Moderation: Andreas Kuhnt, NDR Info

Dies ist der erste Abend der dreiteiligen Reihe »In Deutschland im Exil: Von Fluchterfahrungen, dem Ankommen und gemeinsamen Perspektiven«. In Kooperation mit NDR Info.

Eine Veranstaltung zum Fokusthema »Neues Leben im Exil«.

Sibel Atasayi (Foto: Philipp Figueroa)
Rana Ahmad (Foto: M. Vennemann)
Mohammed Ghunaim (Foto: Fabian Hammerl)
Andreas Kuhnt (Foto: Iris Klöpper)

Informationen

Montag, 07.09.2020 | 19.00 Uhr
Video Audio KörberForum
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Infos zum Veranstaltungsort

Sie erreichen das KörberForum mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).

Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang
unter 040 · 80 81 92 - 0.

Gemeinnützige Körber-Stiftung

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