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Gespräch

Forscher fragen: Strom aus der Wüste

Eine Veranstaltung der Reihe "Forscher fragen"

Kostengünstig, sicher, umweltfreundlich. Geht es nach den Plänen der DESERTEC-Initiative, soll Europa zukünftig einen Großteil seines Stroms in den Wüsten Nordafrikas gewinnen. Bereits 2050 wollen die Ingenieure mit Solarthermie, Photovoltaik und Windenergie 15 Prozent des europäischen Strombedarfs abdecken. Die Technologie für die Produktion und Übertragung des Stroms existiert seit Jahren. Im Süden Spaniens zum Beispiel sind zur Zeit acht solarthermische Kraftwerke bereits in Betrieb und weitere zwanzig im Bau. Sie nutzen Spiegel, um Sonnenlicht zu bündeln, in Wärmeenergie zu verwandeln und damit Dampfturbinen anzutreiben. Wärmespeicher (z.B. Tanks mit Flüssig-Salz) können am Tage gewonnene Wärme aufnehmen und die Dampfturbinen nachts antreiben oder bei Nachfragespitzen zusätzlichen Dampf erzeugen. Bei länger anhaltendem schlechtem Wetter kann eine fossile Zusatzfeuerung die Versorgungssicherheit gewährleisten, ohne dass man teure Ersatzkraftwerke bereithalten muss. Auch eine effiziente Übertragung großer Energiemengen über mehrere tausend Kilometer ist ohne nennenswerte Verluste möglich. Die größten Herausforderungen bei der Umsetzung sind die Kosten und der grenzübergreifende politische Wille. Nach Schätzungen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt wäre bis 2050 eine Investitionssumme von bis zu 400 Mrd. Euro notwendig. Dass Strom aus der Wüste nicht nur eine schöne Idee, sondern eine handfeste Zukunftsvision ist, zeigt Dr. Gerhard Knies, Ideengeber und Mitgründer der DESERTEC Foundation im Gespräch mit Martin Meister, Chefredakteur GEO International.

Eine Veranstaltung zum Schwerpunkt »Lust auf MINT!«.

In Kooperation mit DRadio Wissen.

Die Veranstaltung wird bei DRadio Wissen am 2. November von 20.05 bis 21.00 Uhr gesendet.

Gerhard Knies<BR>(Foto: DESERTEC Foundation)
Martin Meister<BR>(Foto: Jann Wilken)

Informationen

Montag, 24.10.2011 | 20.00 Uhr
KörberForum
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Infos zum Veranstaltungsort

Sie erreichen das KörberForum mit der U3, Station Baumwall (Fußweg ca. 3 Minuten).

Kostenpflichtige Parkplätze finden Sie in der Straße Kehrwieder hinter der Schranke.

Informationen zu rollstuhlgerechtem Zugang
unter 040 · 80 81 92 - 0.

Gemeinnützige Körber-Stiftung

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