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Biografie

Achim Reichel

Foto: Hinrich Franck

Als Sänger und Gitarrist der Beatband The Rattles und der Psychedelic-Popper Wonderland ist Achim Reichel schon in den frühen 60ern bekannt geworden. Doch seit seinem Experiment mit damals neuen Gitarrenloops und Effekt-Sounds gehört Reichel plötzlich zu den Pionieren eines Sounds, der später als Krautrock in die Popgeschichte eingehen wird. Reichel hat mit seinem Effektgerät ein berauschendes Musikerlebnis kreiert. Er holt weitere Musiker in sein Studio, nimmt mehr und mehr Musik auf und findet sogar eine Plattenfirma für die Experimente, mit denen er die engen Grenzen des Drei-Minuten-Popsongs radikal sprengt. 1971 erscheint ›Die Grüne Reise‹. Die zwischenzeitlich in Vergessenheit geratenen Platten von A.R. & Machines avancieren zu begehrten Sammlerstücken und bekommen Kultstatus. Der britische Musiker Julian Cope schreibt über Reichel in seinem Buch »Krautrocksampler« eine Eloge, ohne dass dieser davon erfährt. Es häufen sich Anfragen bei ihm, diese Schätze wieder zu veröffentlichen. 2007 legt er ›Die Grüne Reise‹ und andere Alben der A.R. & Machines noch mal neu auf. 2010 taucht Achim Reichel & Machines in der Augustausgabe im britischen »Uncut«-Magazin in einer Story über große verloren gegangene Alben auf. »Echo«, 1972 bei Polydor erschienen, rangiert auf Platz 12 dieser Liste mit »50 great lost albums«. mehr Ein halbes Jahrhundert sind diese multiplen, rhythmisierten Echo-Loopings alt. Doch sie klingen wie ein Sound-Entwurf der Gegenwart. Im Herbst 2017 ist unter dem Titel »The Art of German Psychedelic« eine Werkschau des innovativen Avantgarde-Projekts der frühen 70er Jahre von Achim Reichel.

Stand: 24.08.2018

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